Smartphones, wie ist es möglich...

    • morgenrot schrieb:

      noch, Ralph, noch.
      Ich glaube, das gilt noch länger!

      Was passiert denn in Wirklichkeit? Ein Algorithmus analysiert das Bild, versucht draufzukommen, was ich fotografieren wollte. Blümchenportrait, Sonnenuntergang, egal. Das Ergebnis dessen ist dann eine automatische "Bildbearbeitung", die auf mein Knipsat angewendet wird.
      Beispiel: "Portraiteffekt" (Bokeeee). Das kann die Linse nicht, aus physikalischen Gründen, die sich nicht ändern lassen. Der Hersteller hat aber erkannt, daß die Leute das mögen. Also implementiert er einen Algorithmus, der einen Bokeh-Effekt erzeugt. Da er keine physikalische Grundlage hat, ist das Ergebnis eines, das der Vorgabe des Herstellers an den Algorithmus entspricht. Also etwas, das nach Common Sense möglichst vielen gefällt.

      Was dann wieder runterkastriert auf Instagram usw. landet ist also im Wesentlichen eine Kombination aus rauschenden Pixeln und Computer-generiertem Bild. Das kann schon seine Qualität haben, wenn die Algorithmen entsprechend gut designed sind. Aber ich bleibe dabei: Dadurch ändert sich die Physik kein bißchen.
    • morgenrot schrieb:

      Ist das nicht zum großen Teil alles in der Bearbeitung durchführbar?
      Wenn der größte Teil der täglich weltweit entstehenden Bilder mit Handys - die kameramäßig unverändert aufgerüstet werden - gemacht werden, gehört diesen wohl auch die fotografische Zukunft.


      sämtliche bilder ohne stativ, kunstlicht wie vorhanden (nacht oder sehr dunkler raum - griechische kirche in wien-).
      huawei p20 (nichteinmal das pro). sämtliche bilder out of the box, keine bearbeitung durch mich.

      ralph: das pro20 hat sowohl einen raw - modus, als auch einen "profi" modus, bei dem du blende, iso, belichtungszeit etc. einstellen kannst, wenn du willst. die cam arbeitet aber meistens so erstaunlich gut, dass du gar nicht wollen wirst außer aus einem gekränkten fotografen - stolz heraus, gg)).
      nur das zoomen ist noch eine krux und wird es einige zeit noch bleiben. ist halt festbrennweitenfotografie im taschenformat, wird monatlich besser und macht jetzt schon jede kompaktkamera überflüssig.
      die obigen fotos sind auch din a3 erprobt und durchaus brauchbar.

      ich halte meine prognose von vor 2 jahren (die ja im punkt spiegellose bereits eingetroffen ist) aufrecht: "normale" fotografie: handy, gehobene hobbisten und profis: spiegellose. dazwischen und nachher nix (außer extreme nischen). naja, seit die "götter" von nikon nach jahrelangem dornröschenschlaf die liebe zur spiegellosen erkannt haben ist es ja eh klar, weil wenn nikon, dann .... gg). lg.
    • Leute...wir sind hier mehr oder weniger Freaks... und selbst von diesen tun sich - je nach Situation in der das Foto gemacht wurde - die meisten schwer zu unterscheiden, ob ein Foto mit einem kleinen oder großen Sensor gemacht wurde.

      So wird es z.Bsp. auch mit dem künstlichen Bokeh sein in wenigen Jahren.... "Wir hatten noch einen Fotografen bei unserer Hochzeit....schön, dass das heute die Freunde mit dem Smartphone erledigen können." wird Lisi zu Gabi sagen und die Braut wird sich freuen mehr Geld für die Hochzeitsreise zu haben :)

      Derzeit gibt es zumindest mittelfristig gute Überlebenschancen für Bridgekameras mit großer Brennweite und 1Zoll Sensor, weil die Qualität vom digitalen Zoom noch länger brauchen wird mMn und große Sensoren für die wirklich anspruchsvollen Personen.
      Der Rest wird sterben.

      Smartphones killen Kompaktkameras
      1Zoll killt µft und in weiterer Folge auch aps-c (das zugegeben einen längeren Tod sterben wird)
    • lumenesca schrieb:

      Es reicht ein Blick auf die Entwicklung der Verkaufszahlen.
      Was sagen die Verkaufszahlen von Smartphones über die weitere Entwicklung in der Fotografie aus ?
      Die wurden und werden wohl für auch für andere Anwendungen entwickelt,...... man kann mit denen sogar noch telefonieren :D

      Ich geh mit Deiner Aussage

      lumenesca schrieb:

      Wir düfen aber nicht vergessen: Fotogafieren mit dem Smartphone tut man vorwiegend zum Spaß - knipsen - teilen - lachen - vergessen - nächstes Bild.
      völlig konform.
      Diese Aussage führt aber zum Schluss, daß es noch andere Bereiche in der Fotografie gibt. Und die vergangenen Jahrhunderte in der Fotografie haben gezeigt, daß immer wieder kuriose Sonderentwicklungen entstanden sind, aber die haben sich nicht dauerhaft durchgesetzt.
      Also ich seh das völlig entspannt

      Beitrag von morgenrot ()

      Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().
    • mia taugts schrieb:

      Was sagen die Verkaufszahlen von Smartphones über die weitere Entwicklung in der Fotografie aus ?
      Sehr viel. Mit Eintritt der Smartphones in den Markt fielen die Verkäufe von Kompaktkameras in den Keller, weil die (fast) niemand mehr braucht.

      Edit: Die Grafik hatte ich irgendwann einmal gefunden, spricht für sich.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von lumenesca ()

    • blow_up schrieb:

      sämtliche bilder ohne stativ, kunstlicht wie vorhanden (nacht oder sehr dunkler raum - griechische kirche in wien-).
      huawei p20 (nichteinmal das pro). sämtliche bilder out of the box, keine bearbeitung durch mich.

      ralph: das pro20 hat sowohl einen raw - modus, als auch einen "profi" modus, bei dem du blende, iso, belichtungszeit etc. einstellen kannst, wenn du willst. die cam arbeitet aber meistens so erstaunlich gut, dass du gar nicht wollen wirst außer aus einem gekränkten fotografen - stolz heraus, gg)).
      nur das zoomen ist noch eine krux und wird es einige zeit noch bleiben. ist halt festbrennweitenfotografie im taschenformat, wird monatlich besser und macht jetzt schon jede kompaktkamera überflüssig.
      die obigen fotos sind auch din a3 erprobt und durchaus brauchbar.

      ich halte meine prognose von vor 2 jahren (die ja im punkt spiegellose bereits eingetroffen ist) aufrecht: "normale" fotografie: handy, gehobene hobbisten und profis: spiegellose. dazwischen und nachher nix (außer extreme nischen). naja, seit die "götter" von nikon nach jahrelangem dornröschenschlaf die liebe zur spiegellosen erkannt haben ist es ja eh klar, weil wenn nikon, dann .... gg). lg.
      Nichts dagegen einzuwenden. Ich habe auch nie bestritten, daß Bilder aus Handykameras gut aussehen können. Ich habe nur versucht, darzustellen, daß auch die findigsten Programmierer die Grenzen der Physik nicht aushebeln können. Sie können das nur mittels guter Algorithmen faken.
      Auch dagegen ist nichts einzuwenden, sieht sicher auch gut aus, nur: Was zu sehen ist, ist das Ergebnis des Algorithmus, da ändert auch Raw nichts. Auch die Einstellbarkeit der Blende ist bei diesen Kameras eigentlich nur ein ND-Filter und tut daher nicht das, was eine Blende fotografisch betrachtet tut, nämlich zb Schärfentiefe ändern.

      Klar reicht das. Der nächste Schritt wird sein: "Alexa, mach mir ein Bild von einer Kirche". Wird auch schön sein.

      Im Übrigen freue ich mich auch, daß Nikon und Canon es geschafft haben, den Gläubigen den Schritt zur Spiegellosen zu ermöglichen.

      LG Ralph

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