Frage: Was kann man gegen klebrige Gummierung machen ?

    • Hi. Wird ja immer viel gelabert, aber wenig ausprobiert. Hab das Problem an einer Kamera. viel gegoogelt, dann ausprobiert. Nagelentferner mit Wattestäbchen auftragen und Schmier entfernen hilft, ist aber aufwendig und wird teuer. Besser gleich 1L aceton kaufen (ist preiswert, und gibts auch als 5L Kanister), dann Schutzhandschuhe aus einem lösungsmittelresistenten material überstülpen und einen Lappen nehmen. Der wird völlig schwarz. Die Weichteile werden entfernt bis zum Untergrund. Es hört auf zu kleben. Ecken kann man dann mit einem Wattestäbchen nacharbeiten. Unbedingt beachten: Aceton im Freien verwenden !! Entzündungsgefahr. Nicht einatmen. Nicht auf die Haut kommen lassen. Nicht in die Augen spritzen lassen !!!! Also Vorsicht. Nicht zuviel Lösungsmitel verwenden. Geht sparsam damit um. Entflammpunkt liegt ziemlich niedrig. Nicht rauchen. Kein offenes Feuer, Nicht ins Gewässer gelangen lassen. Es hilft, sich das technische Datenblatt einmal runterzuladen.
      Wems zu gefährlich klingt, oder wer kein Händchen für Handarbeit hat, sollte die Finger davon lassen.

      Alle andern Hausmittelchen helfen nicht.
    • Habe gerade meine total verklebte Nikon Coolpix 8100 mit Isopropylalkohol 70% und Küchenpapier "behandelt". Das klebrige Gummi geht überall leicht weg (einige kleiner Stellen mit etwas Mühe), darunter kommt eine mattglatte, wertig aussehende Oberfläche zum Vorschein. Alle Beschriftungen bleiben erhalten, Kamera funktioniert einwandfrei.
    • Gar nix kann man machen, außer sich ärgern und eine Selbsthilfegruppe gründen.
      Das ist ein bewusst designter Effekt, damit man sein Equipment öfters tauscht.

      Im Detail:
      Manche Kunststoffe beinhalten Weichmacher. Diese sind von den Eigenschaften her fettähnlich. Manche dieser Weichmacher lassen sich durch das Fett unserer Hände verdrängen und treten dann aus. Das gibt es nicht nur bei Kameras, auch bei Zahnbürsten, Radgriffen und Brillenbügeln. Diese ausgetretenen Weichmacher sind nicht nur lästig, sondern auch gesundheitsschädlich. Chlorparafin, einer dieser Weichmacher ist z. B. kanzerogen.

      Ich habe aus Frust über meine noch gut funktionierende elektrische Zahnbürste über die pickigen Stellen Frischhaltefolie gewickelt. Ist aber auch keine wirkliche Lösung.
    • lichtschrift schrieb:

      Das ist ein bewusst designter Effekt, damit man sein Equipment öfters tauscht.
      auch wenn ich zu denen gehöre, die sich häufig über schlecht gebautetes Zeug aufregen:

      nicht alles ist geplante Obsoleszenz.

      manchmal ist es auch nur ein technischer Kompromiss, der das dauernde Übel (rutschiger Griff) durch ein seltenes Übel (Gummierung austauschen) ersetzt. wenn man es schafft eine Kamera so lange zu verwenden, dass die Gummierung alt und klebrig wird, dann kann man sich auch die circa 50 bis 100 € leisten, das austauschen zu lassen.

      mir sind die "Saugnäpfe" zB bei Nikon jedenfalls lieber als die "Seifen" bei manch anderen Kameras......
    • GRUBERND schrieb:

      lichtschrift schrieb:

      ...... wenn man es schafft eine Kamera so lange zu verwenden, dass die Gummierung alt und klebrig wird, dann kann man sich auch die circa 50 bis 100 € leisten, das austauschen zu lassen.
      mir sind die "Saugnäpfe" zB bei Nikon jedenfalls lieber als die "Seifen" bei manch anderen Kameras......
      Ich wäre echt gespannt was man gerade vom Nikon Service in WIen, für eine Antwort bekommt. Wenn man z.B. bei einer alten Nikon F601 den Gummi tauschen lassen will. Bitte frag einmal das wäre echt lustig.

      LG Boris
    • Foto-Austria.eu schrieb:

      Ich wäre echt gespannt was man gerade vom Nikon Service in WIen, für eine Antwort bekommt. Wenn man z.B. bei einer alten Nikon F601 den Gummi tauschen lassen will. Bitte frag einmal das wäre echt lustig.
      wer sich mit solchen - Achtung, Meinung: absurden - Liebhaberstücken wie einer F601 beschäftigt, kann die 100€ lieber in drei bis zehn ebensolche Gebrauchtgeräte investieren und dann die mit dem besten Gummi verwenden oder wahlweise sich vom Handwerker seiner Wahl oder selber eine klassische Belederung draufkleben (lassen).

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