Objektivauswahl bzw. Handling

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    • Objektivauswahl bzw. Handling

      Seit kurzem bin ich auf Vollformat umgestigen, mit einer gebrauchten Sony A99.
      Schon vorher habe ich mir ein günstiges Sortiment von passenden Linsen zugelegt, um mich ans Vollformat zu gewöhnen und dann zu wissen, für welche Gläser ich Geld in die Hand nehmen will.

      Ich verwende meist ein Sigma 24-135 F 2.8-4.5 - das ist für mich vergleichbar mit dem klassischen 24-105 F4 verschiedener Marken, jedoch hat es im Weitwinkel die größere Offenblende und im Tele mehr Brennweite. Dafür wird es da bei größeren Fokusdistanzen schon sehr "soft" okay, eher verwaschen. Der Bereich 24-100mm und bei wenigen Metern Moivabstand sogar bis 135mm bildet meiner Ansicht nach gut ab.

      Ich dachte mir, wenn ich etwas mehr Qualität haben möchte, dann würde ich zum Minolta 28-85 F3.5-4.5 greifen. Das schleppe ich aber seit ich die A99 habe immer nur im Rucksack mit und hab es noch nie benutzt. Weil den qualitativen Unterschied zum 24-135 erkenne ich zwar deutlich, aber nur, wenn ich Vergleichsfotos mache und sie am Bildschirm direkt zueinander kritisch betrachte.

      Dann wäre das noch mein Sony 50mm F 1.4. Das ist echt toll, aber in der Peoplefotografie mache ich gerne unmittelbar miteinander Ganzkörper- und Portraitaufnahmen. Da müsste ich mit Festbrennweiten entweder ständig schnell wechseln oder herumspringen. Ich habe beides probiert und beides irritiert das Model. Somit verwede ich mein bestes Objektiv so gut wie gar nicht und drehe lieber am Zoomring.

      Dann ist da noch das Minolta 70-210 F4, das liefert eine echt tolle Bildqualität, ist mir am kurzen Ende mit 70mm aber schon zu weit im Tele für People. Darum ist es mein Lieblingswerkzeug für Tierfotos oder meinen Junior aus etwas weiteren Distanzen.

      Mir ist unverständlich, warum die hochwertigen Objektive mit etwas Zoom und Offenblende 2.8 genau bei 70mm den Bruch machen. 24/28-70mm und 70/80 - 200/210mm. Ich würde mir ein 35-105 F2.8 wünschen. So eins gibt es ewig alt von Tamron. Ich konnte es aber bisher nicht ausleihen und testen. Und kaufen, um dann zu bemerken, dass es erst auf F8 abgeblendet gut ist, so wie sich wie mein Minolta 24-105 F3.5-4.5 verhält, will ich auch nicht.

      Mir wäre hier im Forum sehr an Tips und Erfahrungen zur Wahl des passenden Objektivs gelegen - persönliche Meinungen worauf es anderen ankommt, neue Denkansätze für mich.
    • Danke für die Anregung. Mit dem Gedanken habe ich auch schon gespielt. Dann möchte ich aber zwei mal die selbe Kamera und das ist außerhalb meines derzeitigen Budgets.
      Vor meinem Umstieg auf Vollformat hatte ich zwei sehr ähnliche APS-C Kameras. Da habe ich aber eher auf einer Objektive gewechselt, als die andere zu nehmen. Diese Erfahrung hält mich zusätzlich davon ab ein zweites Gehäuse anzuschaffen.
    • marko schrieb:

      apart schrieb:

      Mir ist unverständlich, warum die hochwertigen Objektive mit etwas Zoom und Offenblende 2.8 genau bei 70mm den Bruch machen. 24/28-70mm und 70/80 - 200/210mm.
      Ich könnte mir vorstellen, dass das auch damit zusammenhängt, was technisch zu einem vernünftigen Preis (und auch einem vernünftigen Gewicht) machbar ist.
      Gruß
      Marko
      Dass es technische Grenzen gibt, ist mir bewusst. Für Sony E-Mount hat Tamron ein lt. Testberichten richtig gutes, leichtes und günstigeres 28-75mm F2.8 Zoom heraus gebracht, offenbar weil das einfacher zu konstruieren ist, als ein 24-70. Die 4mm mehr Weitwinkel sind technisch herausfordernder im Zoombereich unterzubringen als die 5mm mehr Tele. Auch gibt es ein relativ neues 35-150mm F2.8-4 das auch sehr gut abschneidet, aber nur für Canon und Nikon Gehäuse.

      Was Maße und Gewicht betrifft, ist mir das völlig egal. Ich brauche ja kein lichtstarkes 500er Tele. Die A99 mit Batteriegriff und das 24-135 (Filtergewinde 77mm) sind schon ein nettes Paket zum schleppen und hantieren. Das stört mich aber nicht. Ich hab lieber etwas im Format eines Ziegelsteins in der Hand und bin flexibel, als mehrere leichte Objektive im Rucksack die ich ständig wechseln muss.

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      Ja, Festbrennweiten sind klar besser, aber mir irgendwie zu umständlich. Darum verwende ich mein 50mm 1.4 nicht so oft, auch wenn ich es immer dabei habe.

      Ich weiß schon, dass ich mich da ein Stück weit disqualifiziere, weil der gute Fotograf den richtigen Standort und die passende Festbrennweite abschätzen und damit umgehen kann. Mein Problem ist, dass wenn ich das Vergnügen habe mit einem Model zu arbeiten, ich von einem Setting immer ein paar Ganzkörper- UND Portraitaufnahmen mache. Da müsste ich ständig zwischen 35 oder 50 und 105 oder 135mm Festbrennweite umbauen.

      Die beide Beispielfotos sind innerhalb von ein paar Sekunden mit nicht einmal einer Vierteldrehung am Zoomring entstanden 50mm / 135mm. Out of the Cam, nicht entzerrt, nicht zugeschnitten - nur Auflösung runter konvertiert. In solchen Situationen greif ich nicht einmal an den Hochformatgriff, geschweige denn dass ich das Objektiv wechseln würde.

      Ich mag es, spontan den richtigen Moment einzufangen und darum hier die Frage an die Profis, ob sie meine Prolematik kennen und Tips haben, oder ich einfach mehr üben und lernen muss anders zu fotografieren.
      Bilder
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    • apart, ich kenne dein Problem.

      und ich habe auch noch nie verstanden warum immer noch dieses 24-70 / 70-200 Zeugs so toll sein soll. das eine ist eigentlich ein 24 oder 35mm .. und das andere kann man durch 85 oder 135 ersetzen. ausser im Pressebereich, wo man oft keine Chance hat sich seinen Standort auszusuchen, ergeben die zwei Linsen keinen Sinn für mich. aber auch dann nur fix mit zwei Bodies.

      ich bin mittlerweile glücklicher APS-C Verwender und das 24-120/f4 von Nikon - das schon auf Kleinbild ein brauchbarer Brennweitenbereich war - ist jetzt ein 35-180mm equivalent. voila.

      auch wenn ich trotzdem lieber Festbrennweiten einsetze, wenn ich darf. die Einschränkung bringt mich dazu konsequenter zu arbeiten.
    • Danke, das hilft mir ein Stück weiter. Weil...
      ich hatte mit APS-C ein 17-70 (entspricht 25,5 - 105mm im KB) F2.8-4 verwendet und war damit ziemlich glücklich.
      Allerdings ist mir Blende 4 unter ca. 80mm (KB) zu wenig Freistellung. Und das 17-70 hat beim Zoomen sehr schnell zugemacht. Das 24-135 bleibt bis 40mm auf F2.8 und geht dann auch langsam in Drittelstufen zu.

      Ich denke das Problem ist ein gutes Stück weit in meinem Kopf, weil irgendwie vermittelt wird, je größer der Zoombereich des Objektivs, umso weniger hat man von Fotografie verstanden.

      Und wenn ich später wirklich einen großen (fnanziellen) Schritt in Richtung Qualität machen möchte, dann denke ich derzeit auch, ist die Lösung: 2 gleiche Kameras je mit einer 35mm und einer ca. 100mm Festbrennweite - das könnte ein F2.8 Macro sein, dann hab ich noch einen weiteren fotografischen Bereich endlich richtig abgedeckt und bei diesem Tele hat F2.8 auch schon ein schönes Bokeh).

      Derzeit improvisiere ich Macro mit dem 70-210 auf 210mm oder mit dem Minolta 28-85, das eine eigene "Psyodo" Makro Funktion hat. Da kann man den Zoomring über eine Sperre hinweg drehen, dann bekommt er bei 85mm eine ca. 20-45cm Fokusfunktion.

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