Naturfotografie in Montenegro und Albanien


  • Von: 01.05.2021
  • Bis: 09.05.2021
  • Preis: 1.690,00 € p.P. im Doppelzimmer (ohne Flug)
  • Einzelzimmerzuschlag: 280,00 €
Ornithologische Studienreise mit naturfotografischem Schwerpunkt
Das kleine Gebirgsland Montenegro hat eine große landschaftliche Vielfalt zu bieten und gilt seit einigen Jahren als “Wild Beauty” am Westbalkan.
Genießen Sie den Artenreichtum einer noch nicht vom Pauschaltourismus überlaufenen Region und das Fotografieren von herrlichen Vögeln und Orchideen in abgeschiedener, aber sicherer Atmosphäre. Die gleichgesinnte Kleingruppe wird geführt vom besten Vogelkundler des Balkans: Borut Stumberger und von Dr. Herbert Bödendorfer und seiner Frau Eva.
Die relative Abgeschiedenheit und die Isolation Montenegros durch jahrelange Kriegswirren in der Region bewirkten, dass Umweltzerstörungen im großen Stil ausblieben. Um die vielfältige Kulturlandschaft und einzigartige Naturräume wie den Sandstrand Velika Plaža und den Skutari-See zu bewahren, ist das Land auf internationale Unterstützung, am besten durch einträglichen Naturtourismus angewiesen.
Die relative Abgeschiedenheit und die Isolation durch jahrelange Kriegswirren in der Region bewirkten, dass Umweltzerstörungen im großen Stil ausgeblieben sind. Um die vielfältige Kulturlandschaft und einzigartige Naturräume wie den Sandstrand Velika Plaža und den Skutari-See zu bewahren, ist das Land auf internationale Unterstützung, am besten durch einträglichen Naturtourismus angewiesen.
Albanien ist in vielerlei Hinsicht ein noch ursprüngliches Land mit byzantinischen, osmanischen und ebenso europäischen Wurzeln und fast archaischen Landschaften mit ausgedehnten Lagunen, Seen und ursprünglichen Fluss- und Gebirgslandschaften. Unter den anderthalb Millionen ausländischer Touristen, die letztes Jahr Albanien besuchten, finden sich neuerdings auch gut ausgerüstete Vogelbeobachter/Innen und Naturfotografen. Bekannt ist, dass dort die westlichste Population des Krauskopfpelikans lebt. Am Südufer des Skutari-Sees findet man von der Steinsteppe am See bis zu den Höhenzügen des „Verfluchten Gebirges“ höchst interessante Lebensgemeinschaften auf kleinstem Raum.
Schwerpunkte dieser Reise sind die Beobachtung des Vogelzuges, der Brut- und Standvögel sowie von Fauna und Flora in der Karstlandschaft und in den Auen um den Skutari See in Montenegro und Albanien, entlang dem Grenzfluss Bojana/Buna, an seinem Delta an der Adriaküste und in den Salinen von Tivat und Ulcinj.
Wir verbinden Natur- und Kulturgeschichte der Grenzregion Montenegros und Albaniens: des Skutari Sees, des Bojana-Buna Deltas und die ornithologisch weitgehend unerforschten Berge des „Verfluchtes Gebirges“. Es geht von Brutvögeln des Küstensaums mit Salinen hinauf in die Alpen. Den ersten Teil der Reise verbringen wir, kulinarisch verwöhnt, im traumhaften Schlosshotel in der Festung von Ulcinj und anschließend wechseln wir für die letzten drei Tage nach Skodra. In Montenegro gilt unser Hauptaugenmerk der Umgebung des Skutari Sees sowie den Salinen von Ulcinj, wo wir u.a. Blauracke, Rotflügel-Brachschwalbe, Zwergseeschwalbe, Triel und Rosaflamingo erwarten können. Nicht fehlen dürfen natürlich die hier brütenden Krauskopfpelikane. In Albanien suchen wir anfangs nach Steppenvögeln wie Kalander– und Kurzzehenlerchen und alten Haustierrassen. Kürzlich erschlossene Strassen führen uns in die wilde Gebirgsgegend des alten Albaniens. Wir versuchen Blaumerle, Balkansteinschmätzer, Zipp– und Kappenammer zu sehen. Und genießen den Schatten der uralten Kastanienwälder mit balzendem Kurzfangsperber.
Detailprogramm auf https://reisen-in-die-natur.de/tour/montenegro-und-albanien/
Samstag, 01.05.2021, 11:00 Uhr
bis Sonntag, 09.05.2021, 11:00 Uhr
9 Tage
Ulcinj, Ulcinj
Anreise auf Google Maps
1.690,00 € p.P. im Doppelzimmer (ohne Flug) Einzelzimmerzuschlag: 280,00 €

Inhalt

Zu erwartende „besondere“ Tiere und Pflanzen:

Rosaflamingo, Krauskopfpelikan, Kurzfangsperber, Zwergscharben, Stelzenläufer, Blaumerle, Alpensegler, Bienenfresser, Balkansteinschmätzer,, Kurzzehen- und Kalenderlerche,. Weißbartseeschwalbe, Limikolen und andere Wasservögel, Östl. Weißbart- u. Weißflügelgrasmücke („Balkan-Bartgrasmücke“), Felsenkleiber, Kappenammer, Blauracke, viele Zugvögel, Orchideen und vieles mehr.



Reiseleitung: Borut Stumberger und Dr. Herbert Bödendorfer (deutschsprachig)
Leistungen:

  • 5 Nächte HP im (landestypischen 4****) Hotel „Palata Venezia“ in Ulcinj: (Zimmer mit Dusche/WC)
  • 3 Nächte HP im landestypischen Hotel Europa in Shkoder www.europagrandhotel.com/ (Zimmer mit Dusche/WC)
  • Mittagsverpflegung (Picknick oder Lunchpaket)
  • Sicheres Trinkwasser
  • Alle Fahrten im Minibus, Eintritte
  • Naturkundliche Reiseleitung durch Borut Stumberger und fotografische Assistenz durch Dr. Herbert Bödendorfer
Im Reisepreis nicht enthalten:
  • An- und Rückreise. Ein Flug nach Podgorica von Frankfurt aus kostet bei früher Buchung und mit einem Stopp in Wien oder Laibach ca. 300,00
  • Trinkgelder für örtliche Führer oder Hotelpersonal
  • Persönliche Ausgaben
  • alkoholische und abgefüllte Getränke
  • Reiserücktrittskosten-Versicherung (angeraten)

Weitere Informationen

Veranstalter: Reisen in die Natur

Workshop-Leiter: Dr. Herbert Bödendorfer und Borut Stumberger

Teilnehmer: min. 2, max. 6

Sonstiges

Flug von Wien oder deutschen Flughäfen nach Podgorica. Anschließend Transfer nach Ulcinj (1,5 Stunden) ins Kulthotel Palata-Venezia mit der Alpenseglerkolonie. Natürlich kann man auch mit dem eigenen PKW anreisen und die Reise dann auch noch privat verlängern. Eine Verlängerung ist auch mit einem Mietwagen leicht möglich. Für Eisenbahn-Fans ist die Bahnfahrt von Belgrad nach Bar durch eine wilde Bergregion etwas ganz Besonderes. Alle Gäste werden bei ihrer Ankunft abgeholt und ins Hotel in Ulcinj gebracht.
Anreisepaket Balkanreisen:
Da wir aus Klimagründen innerhalb von Europa Flüge vermeiden möchten, bieten wir Ihnen gerne statt eines Kurzstreckenfluges eine für Sie „maßgeschneiderte“ Bahn-, Bus- oder Fährverbindung an. Auch eine Fahrgemeinschaft im privaten PKW oder Mietbus wäre denkbar. Dieses nachhaltige An- und Abreisekonzept reduziert unseren ökologischen „Fußabdruck“ im Vergleich zum Flug deutlich.
Bitte treten Sie mit uns in Kontakt, damit wir die Details rechtzeitig planen können.
Tag 2
Die Saline Ulcinj
Unser Hotel liegt ideal für Meeresbeobachtungen. Besonders am Morgen sind Schwarzkopf- und Zwergmöwen, Seeschwalben und vereinzelte Enten zu erwarten. Bei ruhiger See sehen wir vielleicht Grosse Tümmler und bei Südwind Sepia– und Mittelmeersturmtaucher. Dann besuchen wir die nahen Salinen von Ulcinj (14,5 km2), die für Wat- und Wasservögel ideale Rastbedingungen bieten. Zuerst beobachten wir an den Kristallisationsteichen und erkunden die Salinen zu Fuß. Wir hoffen auf Zwerg- und Alpenstrandläufer, Grünschenkel, Teich– und Bruchwasserläufer und Dunkle Wasserläufer sowie zahlreiche Stelzenläufer. Auch seltene Limikolen wurden in den letzten Jahren regelmäßig beobachtet. Triele balzen, und vielleicht sind die ersten Rotflügelbrachschwalben schon da? Mit Rosa Flamingos und Zugtrupps von Weißbart– und Weißflügelseeschwalben ist auch zu rechnen. Mit etwas Glück können wir sogar die Ringe der Flamingos abzulesen. Wir picknicken entweder draußen oder lassen uns in einem Restaurant verwöhnen. Am Nachmittag erkunden wir den Süddamm der Salinen. Wir hoffen auf Europäischen Löffler und weitere Zugvögel, wie Braunkelchen, Schafstelzen oder Steinschmätzer. Die Salinen bieten gute Möglichkeiten auch zur Beobachtung von Kleinvögeln der offenen Landschaft (z.B. von Grauammer über Haubenlerche und Maskenschafstelze, die hier Brutvogel ist).
Tag 3
Ein Querschnitt durch die Landschaften des Deltas der Bojana
Heute besuchen wir die Grenzgegend zu Albanien um die Insel Ada. Wir werden eine große bodenbrütende Bienenfresserkolonie aufsuchen und eine Bootsfahrt (2 Stunden) auf dem Grenzfluß Bojana durchführen und an der Mündung der Bojana die Seevögel suchen. Zu erwarten sind z.B. Brand-, Fluß-, Zwerg-, und Lachseeschwalbe, Zwerg-, Schwarzkopf– u. Mittelmeermöwe und um die Adainsel-Spitze auch andere Seevögel. Wenn wir rechtzeitig zurück in Ulcinj vom Valdanos Olivenhain sind, unternehmen wir auch noch eine kurze Altstadtführung – vielleicht mit Zwergohreule oder Steinkauz nach dem Abendessen.
Tag 4
Skutari-See Südseite mit Kastanienwäldern
Fahrt an den Skutarisee. Auf einer der schönsten Panorama-Strassen Europas mit einmaligen Ausblicken auf den unendlich wirkenden See gelangen wir nach Virpazar. Lebensräume sind sehr abwechslungsreich mit trockenen Wiesen (Ortolan), Macchie (Weissbart– und andere Grasmücken) und Edelkastanienwälder bis zum Seeufer. Schlangenadler, Kurzfangsperber, Felsenkleiber, MittelmeerSteinschmätzer, Turteltaube, Blaumerle oder Steinrötel werden uns begleiten. Ebenfalls zu erwarten sind Neuntöter und Pirol. Gegen Abend genießen wir die Stimmung am See und fahren durch den Sozina-Tunnel nach Ulcinj zurück.
Tag 5
Auch heute steht der Skutari See im Mittelpunkt. Erstmals werden wir eine Bootsfahrt (4-5 Stunden) unternehmen und in die Sumpflandschaft des Nordufers vordringen. Schilf- und Auwälder wechseln sich hier ab, und wir wollen Weißbartseeschwalben, diverse Enten und Reiher aus nächster Nähe beobachten. Am späten Nachmittag werden wir von Land aus die Uferregionen des Sees erkunden, wobei wir dabei Gelegenheit haben sollten, in die Überschwemmungsflächen mit weidenden Vieh und Reihern oder Braunen Sichlern hineinzuschauen. Ein Kurzbesuch der informativen Ausstellung des Nationalparks Skadarsko jezero ist möglich.
Tag 6
Heute verlassen wir Montenegro und fahren über die Grenze nach Albanien. Wir beziehen unser Hotel in Shkodra und machen danach einen Ausflug in die Steppe mit Kurzzehen-, Hauben– und Kalanderlerche auf die albanische Seite des Skutari Sees. In extensiv genutzter Seelandschaft mit kunstvollen Karpfenfanganlagen, werden wir diverse Enten- und Reiherarten (z.B. Kuh- Purpur-, Seiden-, oder Nachtreiher) beobachten, samt hunderten oder tausenden von Wasservögeln die mit ihren Nahrungsflügen in langen Ketten oder Gruppen die Brutkolonien in Montenegro ansteuern. Singvögel wie Blassspötter, Dorngrasmücke und Seidensänger sind möglich. In Shkodra brütet auch eine sehr kleine Population des Adria-Fahlsegler.
Tag 7
Erstmals besuchen wir ausgiebig die albanischen Berge um den Skutarisee. Zu Anfang werden wir noch in der oberen Steppe bei Koplik nach Rotrückenwürgen suchen, aber schon bald lassen wir das Tiefland hinter uns, und Blaumerle und Balkansteinschmätzer werden durch Zippammer und Schlangenadler ersetzt. Eine neu asphaltierte Straße führt uns in bisher wenig besuchte Gebiete bis zu einer Höhe von 1700m (Boge-Pass). Hier im „Verfluchten Gebirge“ sind auch die letzten Beobachtungen des Schmutzgeiers bekannt. Allerdings bedarf es schon einer kräftigen Portion Glück, einen Geier zu Gesicht zu bekommen. Orchideen werden aber bestimmt zu bewundern sein.
Tag 8
Auch den letzten ganzen Tag unserer Reise werden wir im Gebirge verbringen. Vorbei an z.T. aufgelassenen Kräuterfeldern geht es wieder hinauf ins ursprüngliche Albanien. Wir nutzen eine Panoramastrasse Richtung Selce und lassen uns vom Blick durch ein Tal überraschen. Sperbergrasmücke, Heidelerche, Felsenschwalbe und Rötelschwalbe sollten uns dabei begleiten und auch nach Greifvögeln wie Schlangen– und Steinadler werden wir Ausschau halten. Alte Haustierrassen und etliche blühende Orchideen sollten das Bild in höheren Lagen abrunden.
Tag 9
Schon müssen wir wieder zurück nach Montenegro reisen. Bevor wir aber zum Flughafen fahren, werden wir noch den einen oder anderen Stopp anstreben. Wenn Zeit übrig bleibt, besuchen wir beim Dorf Bajze eine alte Militäranlage, von der aus man einen guten Ausblick auf den Skutarisee hat und hoffen, uns mit einer Sichtung von Krauskopfpelikanen vom Gebiet zu verabschieden – oder wir holen uns einen schönen Blick über die Seeauenlandschaft in Montenegro, wo wir uns die Füße in klaren Karstqellen abkühlen können. Ein letztes traditionelles montenegrinisches Mittagessen sollte uns dann über die magere Bordverpflegung hinweghelfen.

AGB des Veranstalters

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