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Praxistest: EIZO CS2740

Scharf, schärfer, EIZO CS2740 – ein neuer Player im 4K UHD-Universum.
Monitore gibt es wie Sand am Meer. Mit steigendem Anspruch insbesondere hinsichtlich der Farbtreue dünnt sich das Teilnehmerfeld schon deutlich aus und möchte man womöglich noch in den Genuss der neuesten Technologien wie 4K und USB-C mit Stromversorgung für Endgeräte kommen, bleiben eine Handvoll Monitore über, insbesondere, wenn man 27 Zoll als begehrenswerte Größe für sich auserkoren hat.
Ab Mai 2020 bringt nun EIZO einen neuen Mitspieler auf das 4K-Feld, der alle diese Ansprüche erfüllen wird und wir hatten die Gelegenheit diesen neuen Monitor einem Praxistest zu unterziehen.
Die CS-Linie von EIZO richtet sich nicht unmittelbar an den Profi (um dieses Klientel zu bedienen, hat EIZO die CG-Linie im Programm), sondern an den ambitionierten Hobbyfotografen und -filmer, der Wert auf eine exakte Farbwiedergabe legt, aber in Kauf nimmt, die Farbkalibrierung manuell und nicht automatisiert vorzunehmen.

Im Detail

Bevor wir weiter ins Detail gehen, jetzt wäre für alle jene, die sich selbst zur Gruppe der Impulskäufer zählen, der richtige Moment, das Lesen des Artikels zu beenden, spätestens jedoch dann, wenn man einmal in den Genuss des Bildes dieses Monitors gekommen ist. Der Nervenimpuls „Auge-Hirn-Geldbörse“ ist dann nämlich nur noch schwer zu unterdrücken.
Die Fakten am Papier klingen auf Anhieb gar nicht so spektakulär - es ist vielmehr das Gesamtpaket, das überzeugt. 27 Zoll, 4K-Auflösung (3840 x 2160 px – Detailauflösung von 164 ppi), 10 Bit Farbtiefe mit 16 Bit interner Farbaufbereitung (99% Adobe RGB), Kontrast 1.000:1, Helligkeit 350 cd/m2, USB-Hub 3.0 mit insgesamt 4 Downstream-Anschlüssen (2 seitlich und 2 nach unten), Pivotfunktion, Anschlussmöglichkeit via HDMI, Displayport oder USB-C. Jeder Monitor wird werksseitig individuell ausgemessen und optimal eingestellt ausgeliefert und ist mittels der Software ColorNavigator7, die über die EIZO-Homepage kostenlos als Download zur Verfügung gestellt wird, in weniger als 90 Sekunden hardwarekalibrierbar.

Für das Kalibrieren des Monitors wurde uns der Kalibrierungssensor EIZO EX4 zur Verfügung gestellt und in der Tat dauerte der Kalibrierungsprozess weniger als die angegebenen 90 Sekunden. Für Fotografen, die bereits in einen Spyder 5 von Datacolor investiert haben, ist es nicht zwangsläufig notwendig, den EIZO EX4 zu erwerben, denn die Software funktioniert auch mit erstgenanntem Colorspyder. Man muss allerdings mehr als die doppelte Zeit für den Kalibrierungsprozess in Kauf nehmen.

USB-C – was kann das?

Für Benutzer eines PCs ist diese Verbindung mit dem Monitor nicht unbedingt die erste Wahl, zumal ältere Grafikkarten gar nicht über diesen Ausgang verfügen. Aber alle jene, die ein aktuelles Notebook oder ein Tablet (bsp. Microsoft Surface Pro 7) mit USB-C Ausgang besitzen, können sich über diese Schnittstelle mit dem Monitor verbinden. Der wesentliche Vorteil daran ist, dass der Monitor quasi als Dockingstation funktioniert, weil an den USB-Downstream-Anschlüssen bereits Maus, Tastatur oder andere USB-Endgeräte angeschlossen werden können. In der Praxis bedeutet das, man verbindet lediglich 1 – in Worten „ein“ – Kabel, nämlich das USB-C Kabel mit dem Monitor und schon wird sowohl Bild als auch USB-Funktionalität über diese Schnittstelle hergestellt. Und überdies wird das Tablet/Notebook über diese Schnittstelle auch noch mit Strom versorgt (bis zu 60 Watt).

Fazit

Der EIZO CS2740 bringt alle Eigenschaften mit, um Fotografen und Filmer mehr als nur glücklich zu machen. Die Haptik und mechanische Konstruktion erscheint massiv und sehr solide, das Bild des Monitors ist über jeden Zweifel erhaben (insbesondere die interne 16 Bit Farbaufbereitung ist in der Homogenität von Farbverläufen augenscheinlich), die Kalibrierungssoftware ist intuitiv zu bedienen, der Prozess des Kalibrierens selbst geht mit dem hauseigenen Kalibrierungssensor EX4 zügig über die Bühne und das OSD-Menü gestattet es, schnell zwischen den unterschiedlichen Kalibrierungssetups hin- und her zu schalten. Lediglich eine Lichtschutzblende vermissen wir, diese ist aber optional erhältlich.

Losgelöst …

… und weil es nicht unmittelbar mit dem Monitor, sondern mit dem Thema 4K-Auflösung zu tun hat: Das Mehr an Auflösung sorgt natürlich für brillante, knackscharfe Bilder und viel Platz auf dem Monitor, was, wie eingangs erwähnt, einen nahezu unkontrollierbaren Will-haben-Reflex auslösen kann. Dennoch muss man sich im Klaren sein, dass die 5 Jahre alte Büro-Grafikkarte diesen Monitor kaum bespielen wird können. Weiters gibt es hinsichtlich der Kabellänge Einschränkungen – was bei unserem Monitor mit 2.560 x 1.440 px Auflösung mit 3 m Kabellänge (Displayport) noch anstandslos funktioniert hat – hat beim neuen 4K Monitor zu unrhythmischen „Bildzuckern“ geführt (das mitgelieferte 1,8 m Displayportkabel funktioniert selbstverständlich anstandslos). Für Fotografen, die noch ältere Versionen von Photoshop benutzen (also nicht die neuen CC-Versionen, sondern ältere CS-Versionen), wird das Wort klein eine neue Bedeutung bekommen. Diese Versionen sind nämlich nicht in der Lage, die Menüs auf die angemessene Größe zu vergrößern.


eizo.at/coloredge/cs2740/

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