Pungtang-Dechen-Photrang-Dzong

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Bhutan
Eines der schönsten und beeindruckendsten Länder die ich besucht habe.
An den südlichen Ausläufern des Himalaya gelegen, ungefähr so groß wie die Schweiz, dünn besiedelt, der Schutz alles Lebens und der Natur sind wesentliche Grundsätze, und „Small is beautiful“ gelebt Realität.

Im Bild: Pungtang-Dechen-Photrang-Dzong, das cosmische Mandala

Das buddhistische Universum besteht aus einunddreißig Daseinsebenen.
Jedes Wesen lebt auf der einen oder anderen dieser Ebenen. Nach dem Tod werden alle Wesen, außer Arahants, in einem Bereich und unter Umständen wiedergeboren, die mit ihrem Karma übereinstimmen - ihren gewollten Handlungen von Körper, Sprache und Geist, die sie in dieser oder einer früheren Existenz gewollt und angesammelt haben.
Der unterste Bereich (Ebenen 1-11) wird die Sinnliche Sphäre genannt; Sinneserfahrung überwiegt. Als nächstes kommt die feinstoffliche Sphäre (12-27), die durch das Üben der feinstofflichen Absorptionen (rupa-jhanas) erreicht wird. Darüber liegt die immaterielle Sphäre (28-31), die durch das Praktizieren der immateriellen Absorptionen (arupa-jhanas) erreicht wird.
Obwohl die Menschen auf der Skala eher weit unten zu stehen scheinen, sehnen sich viele intelligente Gottheiten nach einer Wiedergeburt auf dieser Ebene. Warum? Die menschliche Welt bietet die beste Gelegenheit, den Dharma zu praktizieren und Befreiung zu erlangen: Auf den unteren vier Ebenen kann nur wenig Fortschritt gemacht werden, weil das Leiden grob und unerbittlich ist und die Möglichkeit, Verdiensttaten zu vollbringen, selten gegeben ist. Gerade die Glückseligkeit der höheren Ebenen verdeckt die universellen Eigenschaften aller Phänomene (Unbeständigkeit, Unbefriedigtheit und das Fehlen eines dauerhaften, kontrollierenden Selbst). Und ohne ein vollständiges Verständnis dieser Prinzipien gibt es keine Motivation, die Loslösung vom Kreislauf der Wiedergeburt zu entwickeln, die für die Befreiung wesentlich ist.

Kommentare 5

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  • morgenrot -

    Wunderschönes Bild, der Spiritualität zugewendet.
    Wenngleich, die einen bauen sich Reiterdenkmäler und Paläste, die anderen wenden sich Religionen zu, um unsterblich zu werden.
    Ist das so gut?
    Arthur Koestler bezeichnete unsere Spezies als Irrläufer der Evolution, die imstande ist, die eigene Existenz zu hinterfragen.

    • mia taugts -

      Ich verstehe was Du meinst.
      Aber wir haben damals an mehreren Gebetszeremonien teilgenommen und es ist sogar mir als überzeugten Atheisten passiert, daß, vermutlich durch die Monotonie der Mantras, eine innere Ruhe eintritt, der Kopf frei wird und ein schwebender Zustand entsteht. Das ging sogar so weit,daß ich, natürlich mit Zustimmung des Mönchs, eine Sitzung audiomäßig aufgenommen habe. Wenns mal wieder dick kommt, höre ich mir die Aufzeichnung an und komme wieder relativ schnell zur Ruhe.
      Aber Du hast recht, für all dieses bräuchte es keine Religion.

      PS: Unsterblich zu werden ist gar nicht so sehr das Ziel im Buddhismus, eher das Gegenteil ist der Fall. Das Nirwana zu erlangen und nicht mehr wiedergeboren zu werden ist das Ziel

    • morgenrot -

      Der Buddhismus ist ja durchaus eine überlegenswerte Alternative.
      Ich halte es bisher mit der Aristoteles'schen Ethik, wonach das Glück, wenn auch nicht ausschließlich, so doch zu einem guten Teil in der Tugend liegt.
      Ob das am Ende des Tages genügt, kann ich natürlich heute nicht wissen.

  • FraPoe (FraP) -

    ...tolle Beschreibung - DANKE!
    GLG