Kuba

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Nachdem sie die Amis aus dem Land gejagt haben, wissen die Kubaner die Hinterlassenschaften der amerikanischen Dekadenz durchaus zu schätzen.

Für einen Inlandsflug von Santiago nach Havanna warteten wir stundenlang am Flughafen in Santiago auf unseren Flieger. Dass unser Guide so leichenblass war, konnten wir uns nicht erklären, schoben es aber auf zu viel Alk.
Nach Stunden tauchte endlich eine uralte Tupolew unter Aufsicht von Militär um Flugfeld auf, wir stiegen ein, am Inlandsflug nach Havanna gabs Duty Free und es regnete im Flieger. In Havanna sicher gelandet, teilte uns unser Guide den Grund für seine Blässe mit: Der planmäßige Flug vor uns war verschollen und wurde nicht mehr gefunden.
Da bekommen dann auf einmal Begriffe wie Kismet, in­schal­lah oder ganz einfach Schicksal ein ganz andere Wertigkeit, denn auch wir hätten in der Maschine vor uns sein können

Aber das Sinnieren war dann auch relativ schnell vergessen, denn Kuba weis neben landschaftlichem Reiz auch mit profanen Dingen wie Cohiba, Mojito, Musik in allen Ecken und Winkeln usw. von den nicht so schönen Dingen des Lebens abzulenken :kannix: 8) :D

Kommentare 4

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  • morgenrot -

    Die gesegneten Auswirkungen der jahrzehntelangen Diktatur des Proletariats waren/sind jedenfalls äußerst spärlich.
    Ich war nie dort, konnte jedoch den begeisterten, romantisierten Erzählungen von Touristen - auch in Freundes- und Bekanntenkreisen - wenig abgewinnen.
    Ist eben ein wesentlicher Unterschied in einem Land zu leben oder als Touri drei Wochen vorbeizuschauen.
    Das Bild gefällt mir.

    • mia taugts -

      Da bin ich weitestgehend bei Dir, aber eines darfst Du nicht vergessen: Unsere Informationen über Kuba und im Übrigen vieler andere Länder, sind von der amerkanischen Propaganda , die von unseren Medien ungefiltert wieder gegeben wird, gefärbt.

      Laß mal die begeisterten, romantisierten Erzählungen von Touristen und der amerikanischen Porpaganda weg, dann bleibt immmer noch die tiefe Verehrung in weiten Teilen der Bevölkerung von Che und auch Fidel. Und das ist, historisch betrachtet durchaus nachvollziehbar, denn Kuba ist ein, seit dem 16.Jahrhundert von Kolonialmächten geknechtetes und ausgebeutetes Land.
      Im Endeffekt konnte Kuba seit dem 16.Jhd. bis zur Revolution 1959 nicht selbstbestimmt handeln, da ist wohl die Diktatur des Proletariats das kleinere Übel.
      Glaub mir, es liegt mir nichts ferner, als in begeisterte, romantisierte touristische Erzählungen zu verfallen, ich setze mich immer sehr intensiv mit den zu breisenden Ländern auseinander.

      Und ja, ich habe kein schlechtes Gewissen, die Landschaft, das Essen, die Musik u.v.a genossen zu haben ;)

    • morgenrot -

      Das ist ja in keinster Weise als Kritik an Deinen Reisen gemeint.
      Und dass ich als Jüngling ein begeisterter Fan von Che Guevara war, daraus mache ich kein Hehl.
      Damals habe ich ja auch noch geglaubt, dass es Gerechtigkeit auf der Welt gibt.
      Dein Bild war Anlass für eine Reminiszenz.

  • zause01 -

    Jaaaa, das ist Urlaub! Ein Traum!! :) LG