Liebe Grüße aus Beifuß

Die Anmeldung für den Wiener Fotomarathon 2018 am 6. Oktober ist online. Alle Infos dazu gibt es auf der Fotomarathon-Homepage.

Das Angebot im Reisebüro klang verlockend: Eine Woche im nordukrainischen Beifuß. 99 Euro. EZ, HP, TV, GM, BW und GZ. Nachdem ich den Reisebus verlassen hatte, stellte sich heraus, daß Beifuß auf ukrainisch soviel bedeutet wie Tschornobyl, was auf russisch wiederum soviel bedeutet wie Tschernobyl. Aber nachdem mir die freundlichen Hotelbetreiber versicherten, daß eine Woche Strahlung noch niemanden geschadet hat, machte ich mich, nachdem ich mich mit einem leckeren Hammelbraten gestärkt hatte, mit Gasmaske, Bleiweste und Geigerzähler auf, um die Gegend zu erkunden. Am Rand des Hotelgeländes konnte ich dann die ersten Mutationen ablichten. Dem Tier rechts fehlte der komplette Hinterleib, so daß es sich wie ein Känguru fortbewegen musste. Dem Tier links war ein kleineres Schaf aus dem Rücken herausgewachsen. Das Tier daneben hatte nur ein Vorderbein und das Tier daneben kam nach der Aufnahme zu mir herangelaufen und flüsterte mir leise zu: "Essen Sie Schaf?", "Äh, nein", flüsterte ich zurück, "... nur scharf". Dann riß ich mir die Gasmaske herunter und musste mich übergeben. Da lachte das Schaf und sagte: "Sie haben gelogen". Dann trabte es leichtfüßig zu seiner Herde zurück. Nachdem mir dann noch später im Wald von einem "Zwölfender" ein Bein abgebissen wurde, brach ich meinen Urlaub vorzeitig ab. Auf einem Hotelbewertungsportal gab ich dem Hotel "Am Reaktorblick" einen von fünf Sternen.

PS: Bei dem Bein handelte es sich glücklicherweise nur um ein Stativbein. Und meine Übelkeit war auch nur auf den vergammelten Hotdog im Reisebus zurückzuführen gewesen. Aber trotzdem werde ich in Zukunft um diesen Urlaubsort einen großen Bogen machen.

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