Muttertag

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Zuerst habe ich ein Gedicht geschrieben, dann eine Geschichte, dann wie es zu diesem Foto gekommen ist und was es mit dem bildlich mitgenommenen Zaun auf sich hat.
Schlussendlich möchte ich zu meinem Bild doch nur die Quintessenz weitergeben: Genießt jeden Tag mit dem Menschen der Euch am meisten liebt.

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Kommentare 19

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  • Pixelshooter -

    Eines der tiefgreifenden Bilder die ich je gesehen habe. Man fragt sich wen sie da wohl besucht. Sehr berührend.

  • Lady Sunshine -

    Wirklich sehr berührend... - ich hab´ jetzt Gänsehaut... !

    LG Gitti

  • darkblue11 -

    damit triffst du für mich den nagel auf den kopf, valentin! und da liegt für mich auch der unterschied: ich frage mich nicht ob ich mich ab einem gewissen punkt einschränken "muss" sonder ich WILL diesen punkt nicht überschreiten.
    du hast für dich nichts überschritten und das ist völlig in ordnung so.

  • Vamiwa -

    Servus Martin,
    ich kenne das besagte Bild von der Geburt nicht und hab auch die Diskussion dahingehend nicht verfolgt. Ich kann mich nur daran erinnern, dass a-b-c- die Frage für sich aufstellte, eine Geburt fotografieren zu dürfen. Ich hatte damals keine Meinung dazu und wollte Eva eigentlich dazu ermutigen, aber es ist irgendwie nicht dazu gekommen.

    Deine Gedanken sind – wie auch die von Richard - gut und richtig und ich danke sehr dafür, dass man diese mit mir teilt.

    Solange wir über das Können, Dürfen, Sollen diskutieren können ist die Fotografie noch am Leben. Wir befinden uns ohnehin auf einem Scheideweg und wenn dann einmal alles mit Rechten, Regeln, Bürokratien, Copyrights und Verboten geahndet wird und alles und jeder der Kommerzialisierung frontal gegenübersteht, dann ist auch die Amateurfotografie dem Emde geweiht. Ob die Blume dem Züchter, das Haus dem Architekten oder selbst ein Akt im Kornfeld die Rechte eines US-Genweizenmanipulierers berühren.

    Wenn wir uns ständig fragen was wir dürfen, müssen wir uns selbst einschränken? Ist die Kunst der Freiheit nicht auch die Freiheit der Kunst? Ich habe auch keinen Zweifel daran, dass so gut wie jeder den Moment des Überschreitens kennt. Ich habe diesen Moment für mich nicht überschritten.

    Vielen lieben Dank an alle
    Valentin

  • darkblue11 -

    fotografisch, technisch, bildgestalterisch ist es für mich dieses bild gefühlvoll und einwandfrei gemacht. auch ohne einen kommentar oder die beschreibung gelesen zu haben war für mich der zaun die notwendige distanz zum eigentlichen motiv.

    trotzdem - wir hatten das vor einiger zeit bei einem bild einer geburt - gibt es für mich eine intimität, die ich durch das zücken der kamera nicht überschreiten würde. die erlaubnis dazu kann meiner meinung nach letztendlich nur der fotografierte mensch geben. wenn er überhaupt weiß, dass er in diesem intimen moment fotografiert wird.
    oder die "frage der erlaubnis" einfach umgekehrt: käme jemand mit der frage auf mich zu ob ich denn den augenblick dieser intimität fotografieren würde - ich würde mit der begründung ablehnen, dass solche momente nur im herzen festgehalten werden sollen.

  • Vamiwa -

    Danke für die Auseinandersetzung mit meinem Bild. Danke vielmals!

    Natürlich wusste ich - sofern man sich auf das Bild einlässt - es Emotionen auszulösen vermag.

    Es gibt immer wieder Diskussionen über das was darf sein und wie weit kann man gehen. Dies hatten wir auch schon teilweise bei meinen New York Bildern. Ich denke, dass ich die Distanz respektvoll gewahrt habe und die Person nicht erkennbar ist.

    Als ich die Situation erkannte übermannten mich große Gefühle und ich hatte meine liebe Not konzentriert zu bleiben. Ich ließ mir für die Aufnahme die notwendige Zeit in der Hoffnung diese auch zu haben und habe nicht viel dem Zufall überlassen. Es wurde aber auch nur dieses eine Bild gemacht, zu mehr war ich nicht imstande.

    Das Hinschauen ist in diesem Fall für mich nicht verächtlich - im Gegenteil - es ist eine Art Anteilnahme und ich empfinde für die Frau - obwohl ich sie nicht kenne - tiefe Sympathie.

    Und wenn ich mit meinem Bild erreiche, dass man an jemanden denkt, der nicht mehr da ist oder der da ist einfach nur ein bisserl mehr zu sich hin gedrückt wird, dann, ja dann habe ich das Richtige getan.

    LG
    Valentin

  • emwe -

    Zum Bild wurde schon alles trefflich erwähnt. Es hat mich sehr berührt, da ich heute auch Blumen aufs Grab meiner lieben Mutter gelegt habe und mir dabei immer extrem bewusst wird, dass ich viel zu wenig Zeit mit Ihr verbracht habe.

  • Unregistriert -

    ein Bild das unter die Haut geht. Fotografie vom feinsten.

    Lg

  • Unregistriert -

    über die qualität des bildes ebenso wie über valentins feinsinn gibt es eh nichts zu diskutieren, mein kommentar sollte nur auf eine gewisse ambivalenz der betrachtungsweisen hindeuten, die sich unwillkürlich (und immer noch) bei diesem bild in mir regt:
    es ist (klar !) eine herausragende fotografie und gleichzeitig bin ich trotz des zaunes "zwischen uns" nicht sicher, ob ich der dame nicht dennoch zu nahe trete - eigentlich hast du, markus, es bestens auf den punkt gebracht - danke.

    lg richard

  • gruford -

    @Richard: ich verstehe voll und ganz dein ? bzw. dein "ja, aber" - mir ging es beim Betrachten sehr ähnlich, aber (jetzt kommt mein "aber") ich bin sehr dankbar dieses Bild gesehen zu haben, man hält inne und kommt zu dem Punkt, an dem das Wesentliche des Daseins auf den Punkt gebracht wird, für mich ein ganz starkes, emotionales Bild, das zu schade wäre um nur auf einer Festplatte zu verstauben. Wie gesagt, ist ein sensibles Thema, aber Valentin hat diesen Moment auch sehr feinfühlig und stimmig eingefangen. LG, Markus

  • Unregistriert -

    sehr besonders, valentin, sehr !
    und ohne in irgendeiner form "überfrachtet" zu sein ist dein bild richtig "voll" - gedanken, nachdenklichkeit, stilles innehalten evozierend, und gerade der zaun gibt diesem moment den letzten fein(!)schliff, wobei er zugleich auch uns als betrachter ein wenig schützt, weil er uns im abstand hält, ein abstand, der aber auch unbedingt notwendig ist in dieser doch sehr, sehr privaten und recht eigentlich intimen szene, wo ich mich selbst doch auch fragen muss: darf ich hier überhaupt zusehen ?
    ist es der abgebildeten frau recht, wenn wir hier diesen moment mit ihr teilen ??

    ich hoffe, du verstehst meinen einwand,: das bild ist wie es ist sehr gut, gerade einen wie ich finde hochsensiblen fotografen und menschen wie dich frage ich aber auch, ob wir (fotograf wie bildbetrachter) hier überhaupt hinschauen dürfen. (wenn die (vor)lesende dame das bild wie wir erlebt, ist es kein problem, sofern sie diesen augenblick des abschiedes nicht allein für sich behalten wollte (was mir die wahrscheinliche antwort wäre)) ?

    wie gesagt: ein großartiges bild mit enormer emotionaler bindung, im subtext jedoch auch ein "aber mit fragezeichen" von meiner seite fordernd.

    liebe grüße und ein dankeschön
    richard

  • ivan52 -

    KLASSE. lg Ivan

  • Klubobmann -

    Ja. Starke Geschichte, man solidarisiert sich sofort.
    Was noch nicht erwähnt wurde: der fantastische Bildschnitt. Ich sehe hier
    eine goldene Spirale vom Feinsten! Starten wir beim Buch, die Arme
    entlang zum Kopf und (im Bogen) rüber zur Mitte vom Kreuz, dem Kreuz
    entlang runter, beim Ausguss der Gießkanne hinein, runter zum Boden und
    rüber zum Baumstamm, den Stamm hoch, die Gabelung links entlang und
    rein in den ausladenden Bätterschirm und mit Schwung über die ganze
    Bildbreite. Unglaublich gekonnt! Einfach herrlich.
    LG

  • Kugelbauchi -

    Auf den Punkt gebracht! Wundervoll!
    LG Susanna

  • walter5315 -

    Was Du da schreibst kann ich nur bestätigen ,
    Sehr emotionale schöne Darstellung . lg. walter

  • gruford -

    eine der berührendsten Aufnahmen der letzten Zeit - der Zaun wahrt die gewisse Distanz zum Motiv, die es auch braucht - ganz großes Kopfkino!
    LG, Markus

  • TMKs Fotografie -

    Ausgezeichnete mit viel Gefühl gesehene Aufnahme!
    LG
    Thomas

  • wikei -

    Ein Bild das gefühlsmäßig schockiert, berührt, traurig macht aber gleichzeitig eine starke Verbundenheit zeigt.
    Das mit dem Zaun passt schon - drückt für mich eine Art Gefangenschaft in der Situation aus in der sich die Frau befindet.
    4*

  • morgenrot -

    Sehr berührend, die Nähe suchend und findend ..
    siegfried