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    • Neu hier im Forum

      Ein herzliches HALLO!
      Mein Name ist Christine und ich lebe in Niederösterreich, im Mostviertel. Mit Fotografie beschäftigte ich mich schon in meiner Jugendzeit, damals hatte ich eine Minolta und arbeitet meine SW Fotos selbst aus.
      Mit der Digitalfotografie und dem ernsteren Teil meines erwachsenen Lebens verlor ich dieses Hobby jedoch weitgehend und wurde so nur noch zur „Knipserin“.
      Vor einigen Jahren wollte ich das Hobby wieder aufleben lassen und kaufte mir eine Nikon D5100 mit sämtlichen Objektiven.
      Leider war die Kamera ein Problemstück, der Auslöser machte (und macht immer noch) so seine Mucken und so blieb ich weiterhin bei meiner kleinen alten Lumix.
      Nun versuchte ich es wieder mit der Nikon, leider wurden die Meisten Fotos nicht zufrieden stellend. Was mache ich bloß falsch?
      Was auch immer ich einstellte, die Bilder sind alle für den Mist. Selbst im Automatikmodus gibt es kein einziges scharfes Foto. Entweder ist das eine oder das andere Kind halbwegs scharf, aber niemals beide.
      Ich bin so enttäuscht, dass ich meine Nikon auf den Mist schmeißen möchte. Von der Spiegelreflexkamera habe ich nun endgültig die Nase voll.
      Nun bin ich auf der Suche nach einem verlässlichen Fotoapparat. Den Traum vom Fotografieren wie ich es früher tat habe ich begraben.
    • Gerne. Ich muss dazu sagen, dass es bei diesen Bildern keineswegs um ein fotografisches Arrangement geht. Ich wollte einfach meine beiden Enkelkinder so auf`s Bild bekommen wie die Situation eben gerade war. Der Große sieht sein ein Tag altes Schwesterchen zu erste Mal. Die Fotos sind auch noch nicht nachbearbeitet, das wird bei der Bildqualität auch kaum etwas bringen:(
      Da hätte ich wohl besser mit dem Handy fotografiert
    • Ein Unterschied zwischen Deiner Nikon-Ausrüstung und einem Handy: Das Handyfoto ist praktisch überall scharf, von vorne bis hinten (wegen des kleinen Sensors), während bei einer "richtigen" Kamera, ja nach gewählter Blende nur ein Bereich rund um die eingestellte Entfernung scharf ist. Das ist ein fundamentaler Unterschied, den man normalerweise gerne zur Bildgestaltung einsetzt.
      Aber auch bei der Nikon ist es so, daß alle Dinge, die gleich weit weg sind, auch gleichzeitig scharf sein müssen. Sollte das nicht der Fall sein, hat das Objektiv einen Schaden. Man kann das sehr einfach testen, indem man die Kamera gerade auf eine Ziegelwand ausrichtet und ein Bild macht. Sind alle Ziegel scharf, ist das System OK, wenn nicht, muß das Objektiv zur Reparatur.

      Beim dritten Bild insbesondere tue ich mir schwer zu unterscheiden, ob das Gesicht des Neugeborenen so weit vor dem Gesicht des Älteren ist, sodaß die Unschärfe durch die schmale Schärfeebene erklärt wäre.
    • Hallo Christine und herzlich Willkommen im Forum!

      Zuerst die gute Nachricht: mit der Kamera scheint alles in Ordnung zu sein.
      Die weniger gute Nachricht: du wirst dich zumindest ein Bisschen mehr mit der Materie beschäftigen müssen.

      Grundsätzlich setzt dich bei den Beispielbildern die Unschärfe aus zwei Faktoren zusammen:
      1. Geringe Schärfentiefe
      2. Bewegungsunschärfe


      Zum 1.: Eine DSLR hat einen größeren Sensor und somit wird bei recht offener Blende die Schärfentiefe. Bei dem 35mm Objektiv bei Blende 5 (F5) bei geschätzten 60cm Motivabstand ist die Schärfentiefe bei nur ca. 5cm. Also alles von 58-63cm ist scharf, alles was näher oder weiter weg ist, wird schon unscharf.

      Um das zu vermeiden kannst du einerseits die Blende weiter schließen* (z.B. F8 oder F11), wobei das nur bedingt etwas bringt, oder einfach ein Bisschen weiter weg gehen. Also z.B. 100-150cm Entfernung. Die DSLR bietet genug Auflösung, dass du das Bild anschließend noch entsprechend zuschneidest.

      *) Kleinere Blende (= größere Blendenzahl) heißt allerdings auch weniger Licht auf den Sensor.


      Am besten ist es jedoch, wenn du alles, was du scharf haben willst, in eine Ebene bringst. Das ist bei Kindern sicherlich nicht leicht, aber mit etwas Übung, bekommt man auch den Blick dafür bzw. kann manchmal den eigenen Aufnahmepunkt anpassen oder die Leute bitten, weiter vor oder weiter zurück zu gehen.


      Zum 2.: 1/60 ist bei Kindern, die sich bewegen aus dieser Entfernung auch schon eher lang. Die Bewegungsunschärfe bei dem Bild zwei nur gering, aber dennoch sichtbar. Ich habe mir angewöhnt, alles, was sich bewegen kann, grundsätzlich nicht unter 1/200 zu belichten, wenn ich die Bewegung einfrieren will. Die Daumenregel Belichtungszeit = 1/Brennweite gilt bei den heutigen DSLRs meiner Meinung nach nicht mehr, da die Auflösung bzw. allgemeine Bildschärfe dermaßen hoch ist, dass kleinere Bewegungsunschärfen schon deutlich eher auffallen.

      Kürzer belichten heißt abermals weniger Licht auf den Sensor.


      Im Gegenzug zu weiter geschlossener Blende und kürzerer Belichtungszeit musst du mit den ISO raufgehen. Und hier sage ich einfach mal: nur Mut zu höheren ISO. Heutige DSLRs haben keine Schwierigkeiten mit ISO bis 3200 und je nach Modell auch darüber hinaus nicht. Gerade wenn das eigentliche Bild sowieso eher hellere Farben hat, fällt das Bildrauschen nur wenig ins Gewicht.

      Soweit ich weiß, hat die D5100 ein Auto-ISO Feature. Das würde ich dir für den Anfang in Kombination mit dem A-Modus empfehlen. Das heißt, du stellst die gewünschte Blende ein, die Kamera wählt die ISO dann entsprechend, dass du mit der Belichtungszeit nicht unter einen bestimmten Wert fällst. Diesen kannst du dann mal auf 1/120s oder 1/200s stellen. Einfach ein wenig probieren.

      Alles in allem ist es aber in Räumen immer verhältnismäßig dunkel, das darf man auch nicht vergessen.

      Wenn du Fragen zu dem Ganzen hast, nur zu. Ich kann gerne das eine oder andere genauer erklären, nur bei kameraspezifischen Fragen, muss dir vermutlich ein anderer weiterhelfen, da ich mich bei den Nikons nicht wirklich auskenne.

      Lg Jürgen
    • Hallo Christine.
      Es gibt bei den heutigen Digitalkameras halt sehr viele Einstellmöglichkeiten.
      Das untere Foto finde ich schon ganz gut.
      Für Babyfotos in Innenräumen Zeit 1/90 Blende 8 und ISO 2000 könntest versuchen.
      Probiere einmal draußen bei Tageslicht ein paar Fotos zu machen.
      Beim oberen Drehrad auf Automatik und beim Objektiv den Autofokus einschalten.
      Dann müsste es funktionieren.

      Hg Toni
    • Hallo Christine!
      Ich begrüße dich und möchte dich ermutigen, das zu tun, was du möchtest: Fotografieren. Es hat so viele wunderbare Seiten! ich habe es auch vor ca. 7 Jahren wiederentdeckt. Aus meinem Leitsatzpaket: "Es muss nicht immer alles scharf sein." "Lernen durch freudvolles Tun."
      Ich finde das 3. Bild ganz wunderbar. Es erzählt die Geschichte vom Neugeborenen Baby und seinem großen Bruder. Das Baby wirkt noch sehr verloren. Der große Bruder blickt klar, auch fragend in die Welt (zu dir? ). Ich vermute, der große Bruder ist stolz, wenn du ihm anhand des Fotos zeigst, wie gut es ist, dass er schon da ist und wie viel er dem Baby zeigen kann.
      Gut Licht ! Hedwig
    • ART-ist-IN schrieb:

      Ich finde das 3. Bild ganz wunderbar. Es erzählt die Geschichte vom Neugeborenen Baby und seinem großen Bruder.
      Oh ja, das Motiv ist natürlich ein ganz klassisches. Es ist so eines, wie man es eben gerne für später festhalten möchte - wollte ich ja auch- ABER die kleine Frieda ist so unscharf und das stört mich ungemein. Es macht für mich das ganze Foto unbrauchbar.
      [Links sind nur für Registrierte Benutzer sichtbar] ein Fototour wäre natürlich toll. Amstetten ist zwar nicht so ganz nahe, aber sooo weit weg auch wieder nicht. Ich komme aus dem Bezirk Lilienfeld.
      Ich habe heute schon einiges herum experimentiert, allerdings bei ganz schlechten Licht. Trotzdem habe ich jetzt etwas mehr Mut, ich glaube, mit der richtigen Einstellung werde ich es schaffen.

      Eine zweite kleine "Mitnehmkamera" so zwischen 300 und 500 Euro möchte ich mir trotzdem anschaffen.
    • Christine61 schrieb:

      Selbst im Automatikmodus gibt es kein einziges scharfes Foto.
      Im wesentlichen orte ich dann ein Problem mit dem (gezielten) Scharfstellen.

      Ich schlage vor, ein paar Stunden (einen Vormittag oder Nachmittag) für das Lernen mit dem richtigen Umgang des AF und des manuellen Scharfstellens in ein Privatissimum mit einem Photographen zu investieren.
      Sowohl für das theoretische Verständnis als auch in die Praxis, da wird sich doch ein Trainer finden lassen.
      Ziel sollten eine gute Kenntnis und damit die Sicherheit im Umgang mit dem AF und dem digitalen manuellen Scharfstellen sein.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von morgenrot ()

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