Fujica AX-1 löst nicht aus

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    • Fujica AX-1 löst nicht aus

      Guten Tag,

      Ich fotografiere mit einer Nikon D60, habe jetzt aber von meinen Vater eine Fujica AX-1 geschenkt bekommen, möchte mit der ein paar Fotos machen. Diese hat er, irgendwann Mitte der 90er, durch eine Kompaktkamera ersetzt. Es war noch der Film eingelegt, mit erst 8 Fotos drauf und sie lag die ganze Zeit aufgezogen herum. Also ersetzte ich die Batterie, um sie zu testen. Eingeschaltet, kam auch schon das rote Licht im Sucher, also den Auslöser gedrückt und ... nichts, außer das das rote Licht im Sucher ausgeht. Nun also mit dem Selbstauslöser getestet .... sie tickt und ...nichts passiert. Also habe ich mal den Film rausgenommen, der ist schon ausgehärtet gewesen, die Lichtdichungen sind fertig (kosten um die 8 Euro inkl. Spiegeldämpfer). Dann habe ich den unteren Deckel entfernt und vorsichtig die Mechanik des Filmtransport entspannt. Wieder gespannt und ... nichts. Die Anzeige neben den Filmtransporthebel steht zwischen 0 und S. Ich habe dann noch wo gelesen man soll die Leichtgängigkeit des Spiegels kontrollieren, die passt. Kennt sich jemand mit dem Auslöse Mechanismus aus? Was kann man da noch prüfen bzw. machen?
    • Typ:
      Fujica AX-1

      Baujahr:
      1980

      Bildträger:
      KB-Patrone 135, 24 oder 36 Bilder 24x36mm, 25 -3200 ASA

      Verschluss:
      Elektronisch gesteuerter horizontal ablaufender Tuchschlitzverschluss ½ bis 1/1000s, Selbstauslöser m. akustischem Signal

      Objektiv:
      Wechselobjektiv mit Fujica X Mount-Bajonett, 43,5 mm Auflagemaß
      hier: Porst Color Reflex 1:1,9/50mm, Blende 1,9 bis 16, Fokus 0,6 m - ∞

      Beschreibung:
      Automatik-Kleinbild-Spiegelreflexkamera mit Pentaprisma-Sucher mit Schnittbild, Mikroprismenfeld und Mattscheibe, alle Betriebs-, Warn- und Messanzeigen im Sucher; mittenbetonte CdS-Belichtungsmessung, Speicher für Belichtungseinstellung; Hauptschalter mit Off - AE - 60X (Blitz) - B, darin Auslöser und Anschluss für Fernauslöser; elektromagnetische Zwei-Schritt-Auslösung, Mehrfachbelichtung möglich; beschichteter Quick-return-Spiegel; Zubehörschuh mit Mittenkontakt und zwei Steuerkontakten, Blitzsyc. 1/60s; Bildzählwerk mit automatischer Rückstellung; Winderkupplung; Stativgewinde ¼“, Öffnen des Gehäuses durch Ziehen der Rückspulkurbel.

      Stromversorgung:
      1 Silberoxyd-Batterie PX28 oder 1 Alkali-Mangan-Batterie 537, 6 Volt.

      Die Kamera hat einen elektronischen Verschluss und die Notzeit wird eine 1/60s sein. Also mal versuchen ob sie mit einer 1/60s auslöst. Hast du die richtige Batterie eingesetzt und die Kontakte gereinigt ohne Strom keinen auslösen. Wenn die Batterie durch zu lange Lagerung schwach ist leuchten zwar die Led aber sie löst nicht aus. Also sichergehen das eine frische Batterie eingesetzt ist.

      LG
      Franz
    • Falls nach Einsetzen einer neuen Batterie (und Reinigen der Batterie-Kontakte) der Auslöser noch immer nicht gehen sollte: Bei Kameras dieser Baujahre ist oft ein 'ausgetrockneter' Elektrolytkondensator schuld daran, der ersetzt werden muss. Ich kenne das spezifische Kameramodell nicht, aber gerne sitzen die gut sichtbar im Bereich der Bodenplatte, und sind bei japanischen Kameras aus der Zeit oft blau (muss aber nicht sein). Durch einen mit mindestens so hoher Prüfspannung und gleicher Kapazität ersetzen, Polarität ist wichtig (d.h. Anschlüsse nicht vertauschen).
      [Links sind nur für Registrierte Benutzer sichtbar] mal nach "Fujica AX-1 shutter capacitor", in englischsprachigen Foren wird man gerne fündig zu solchen Themen.

      Ich kenne das von meinen Minoltas aus der Zeit recht gut (X-700/500/300). Ich hab ein Sackerl mit passenden Kondensatoren zuhause :)
      Oft schenken Leute diese Kameras als nicht funktional her, obwohl sie nach dieser simplen Reparatur wieder super funktionieren.

      Edit: Siehe zum Beispiel diesen [Links sind nur für Registrierte Benutzer sichtbar], den vierten Eintrag von 'Ethostech'. Er schreibt zwar über die AX-3, aber ich vermute mal, das wird bei der AX-1 wahrscheinlich auch so sein ...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Off-topic ()

    • Danke für die tollen Infos ....

      Batterie habe ich gestern gekauft, ist neu, Ablaufdatum 2018. Kontakte sehen aus wie neu, nichts oxidiert.

      Untere Bodenabdeckung abgeschraubt, 1 Platine abmontiert, darunter kam folgendes: siehe Bild. Leider etwas unscharf ....

      Ist das dieser eingekreiste Teil (Ich kenn nur runde Kondensator)?

    • Das ist ziemlich sicher kein Kondensator sondern wahrscheinlich ein Elektromagnet (der wenn ich richtig gelesen habe u.U. auch der Grund für den fehler sein könnte). Hast du ein Multimeter/Ohmmeter ? dann könntest du die Spule des Magneten 'durchmessen' ~ 120Ohm.
      Acuh die beiden grünen Zylinder weiter links dürften Magnetspulen sein (Alpha & Beta Magneten im Handbuch).
      du hast schon recht dass übliche kondensatoren rund (elkos) oder tropfenförmig (tantal, dünnschicht) sind. manche hochvolt und mkf typen sind rechteckig aber der hier thematisierte elko bestimmt rund und eventuell 'ausgelaufen'.
      das rote bauteil dürfte ein kondensator sein aber ich denke nicht der gesuchte.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von myLens ()

    • Ich habe das

      [Links sind nur für Registrierte Benutzer sichtbar]

      für dich gefunden aber noch keine Zeit gefunden näher hineinzuschauen.

      Im Kapitel 10 steht dass man den Zeitverzögerungskondensator quasi einmessen muss um die korrekte Verschlusszeit zu erhalten. Also durch Austausch oder Parallelschalten mehrerer Kondensatoren die notwendige Kapazität zu erreichen.
      Ob das allerdings der besagte fehleranfällige Kondensator ist ?
      Im verlinkten Handbuch ist einige Male von "The magnet coil is broken" zu lesen - etwas schwerer zu beschaffen/reparieren als ein Kondensator aber auch nicht unmöglich.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von myLens ()

    • So, jetzt hatte ich etwas Zeit und habe die Kamera noch einmal auseinander genommen. Der Magnet hat ca 120 Ohm, das würde passen. Da unten keine Kabel mehr wohin führen, kann auch kein Kondensator mehr da sein. Ich versuchte den oberen Deckel abzuschrauben, scheiterte aber an dem Filmtransporthebel und Auslöser, da blicke ich nicht durch wie das abgeht.

      Schade, ich hätte sie gerne repariert. Hier in Linz wird es kaum Sinn machen sowas reparieren zu lassen. Ich nehm sie nächstes mal mit nach Thailand, dort ist das nicht teuer, vielleicht läuft mir ein billiger Ersatz bis dahin über den weg der funktioniert. Danke auf jeden Fall für eure Hilfe!!!! :daumenhoch:

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