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[Frage] richtig fotografieren lernen

minlove

unregistriert

1

Samstag, 17. Juli 2004, 22:38

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richtig fotografieren lernen

Hallo,

Seit ca. zwei Jahren fotografiere ich mit meiner Digitalkamera für Anfänger (siehe Profil), und so allmählich muss ich feststellen, dass meine Anforderungen bezüglich Fotoqualität immer anspruchsvoller werden.

Nun muss eine richtige Kamera her, wenns geht mit dem passendem Equipment :)

Allerdings, was ist das richtige Equipment für mich?
Worauf muss ich beim Kauf einer guten (preisgünstigen) Kamera achten?
Eine Digital oder Analogkamera? (Was sind die Vor- und Nachteile?!)

Da ich dem Gebiet der Fotografie ein völliger Newbie bin, brauche ich eure Hilfe.

Viele Grüße | minlove
 

2

Montag, 19. Juli 2004, 10:33

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RE: richtig fotografieren lernen

hello,

also ich kann dir da nur folgenden tip geben.

überleg dir was du machen möchtest such dir ( ich tu das ) eventuell infos im internet raus.
digi-funktionsbeschreibung
du solltest auf die verschlusszeiten, blenden, empfindlickeit (iso).
ich persönlich lege wert darauf selbst einstellungen vornehmen zu können. ein nettes feature ist acuh die nahaufnahme - ( makro/super-Makro)schau mal unter:
*** Links sind nur für registrierte und eingeloggte User sichtbar. ***

*** Links sind nur für registrierte und eingeloggte User sichtbar. ***
unter der henner page findest einige weiter verlinkungen - vielleicht was für dich dabei:-)

ansonst ist eine gute beratung nie schlecht:-)

hoffe dir ein bisschen geholfen zu haben.

lg,
Manuela
manuela
 

3

Montag, 19. Juli 2004, 12:44

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hallo zusammen!

ich glaube, es ist erstmal wichtig, zu wissen, ob du digital oder analog
fotografieren möchtest. für mich war der einstieg in richtung digital klar, da du - meiner meinung nach - einfach etwas mehr probieren kannst. du investierst zwar mal ein kleines vermögen in eine dslr, aber das sparst du dann wieder bei der entwicklung ein, da du dann ja nicht jedes bild entwickeln lassen musst, sondern dir dieses vorerst mal am schirm ansehen kannst. ein weiteres plus für die digitale fotografie ist, dass du das "feedback", also was du tatsächlich abgelichtet hast, gleich mal siehst. so kannst du ggf. nochmal auslösen, wenn der erste ausschnitt nicht gepasst hat.

preislich liegen aber kleinere welten zwischen analog und digital (bei vergleichbaren kameras). allerdings habe ich jetzt schon einige gebrauchte canon eos300d im internet gesehen, die d70 von nikon ist noch etwas neuer und somit existieren noch nicht so viele gebrauchtgeräte.

was meiner meinung nach auch sehr wichtig ist, dass du bei den objektiven nicht sparst. ich finde, das oft ein günstigerer body mit einem tollen "auge" besser ist, als wenn du dein ganzes vermögen in ein gehäuse investierst und dann bei den objektiven sparen musst. eine nochso gut kamera ist ohne entsprechenden objektiv nicht viel wert.

wenn du analog was machen willst, kannst du die gerade aktuelle zeit des boomenden digitalzeitalters nutzen und eine analoge slr kaufen. hier bekommst du, beispielsweise eine EOS33 schon um die 300 EUR (neu) und dies ist eine ausgezeichnete slr mit sehr viel persönlichen handlungsspielraum.

analog kannst du genau alles machen, was digital auch geht, nur der aufwand ist unterschiedlich. bei analog geht's halt ab in die dunkelkammer und bei digital ab in den photoshop! hier ist, meiner meinung nach, auch vieles bis alles möglich.

ich bin froh, dass ich digital fotografiere, wobei ich auch denke, dass analog ebenfalls die gleiche bedeutung hat.

so, nun habe ich aber genug gesülzt...
lg,
andi
B o d y : Canon Digital EOS300D, Canon EOS60D
Objektive : Canon EFS 18-55mm, Canon EF28-200mm USM
Blitzsystem: Canon Speedlite420EX
 

4

Montag, 19. Juli 2004, 14:28

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Zur ausrüstung kann ich dir einen kleinen Tip geben. Wenn du eine mehrere Jahre alte (Canon)-Spiegelreflexkamera bei ebay kaufst, bekommst du eine recht gute Kamera (EOS 100, 50E oder 5z.b.) für einen guten Preis. wenn du dich dann in einem Jahr zum vollprofi entwickelst, macht es keinen unterschied, ob die gute Kamera 10 oder 11 Jahre alt ist, d.h. du kannst sie mehr oder weniger Verlustfrei verkaufen
Wenn ich du wäre, wär ich lieber ich!
 

5

Montag, 19. Juli 2004, 16:20

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Hi Minlove,
Ich denke um Fotografieren zu lernen gibt es grundsätzlich 2 Wege:

1) Eine analog Spiegelreflex, mit Belichtungsmesser und Zeit- und/oder Blendenautomatik ansonst voll manuell mit einem 50mm Normalobjektiv. (Kostenpunkt f. gebrauchte Pentax K1000+50 f/1.8 etwa EUR 50 oder auch eine Canon AE-1 oder ähnliches auf ebay)
Dieses Setup zwingt Dich, über Fotografie nachzudenken. Das 50mm Objektiv erfordert daß Du über Bildkomposition nachdenkst und nicht einfach wild herumzoomst. Der manuelle Fokus läßt dich über Schärfentiefe nachdenken und die Zeit-/Blendenautomatik gibt Dir ein Mindestmaß an Komfort bei gleichzeitiger aktiver Kontrolle über die wichtigsten technischen Gestaltungselemente (Belichtungszeit und Blende).
Vorteile: geringe Anschaffungskosten, du lernst Fotografie echt von der Picke
Nachteile: laufende Kosten für Filmentwicklung und Ausarbeitung, kein sofortiges Feedback, d.h. Du mußt anfangs die Einstellungen mitschreiben

2) Eine digitale Kamera mit allen Einstellungsmöglichkeiten, die für kreative Fotografie notwendig sind (mein Favorit in dieser Klasse ist eindeutig die Canon A80 nach Preis/Leistungskriterien). Du brauchst unbedingt eine Kamera, die dir volle manuelle Kontrolle über Belichtungszeit und Blende gibt und auch Zeit- und Blendenautomatik hat. Sowie eine die Dich ISO Empfindlichkeit, Weißabgleich, Verwendung von Blitz/Aufhellblitz, Fokus usw. manuell einstellen läßt (trifft auf die A80 zu)
Vorteile: du hast sofortiges Feedback (das bringt schon sehr viel), was Deine Einstellungen bewirken, Laufende Kosten praktisch null, solange Du nichts ausdruckst. Ausarbeitung kostet dann etwa gleich viel bis etwas mehr als bei analog deshalb wirst Du wahrscheinlich mehr Bilder machen=mehr üben.
Nachteile: verleitet durch die automatischen Modi wieder zur Bequemlichkeit, höhere Anschaffungskosten.

Zwischenwege wie eine moderne analoge Spiegelreflex sind natürlich auch eine Möglichkeit für die sich Argumente finden lassen würden...

Wenn Du ein Feedback mit Deinen Gedanken zu den Vorschlägen gibst, kann man das vielleicht noch verfeinern.

LG
Sharif
 

6

Montag, 19. Juli 2004, 16:54

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Zitat

Original von Sharif
Dieses Setup zwingt Dich, über Fotografie nachzudenken. Das 50mm Objektiv erfordert daß Du über Bildkomposition nachdenkst und nicht einfach wild herumzoomst. Der manuelle Fokus läßt dich über Schärfentiefe nachdenken und die Zeit-/Blendenautomatik gibt Dir ein Mindestmaß an Komfort bei gleichzeitiger aktiver Kontrolle über die wichtigsten technischen Gestaltungselemente (Belichtungszeit und Blende).
Vorteile: geringe Anschaffungskosten, du lernst Fotografie echt von der Picke

LG
Sharif


das ist wirklich wunderbar formuliert.

lg peter
 

minlove

unregistriert

7

Montag, 19. Juli 2004, 19:02

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Ersteinmal möchte ich mich für euer Engagement diesbezüglich bedanken, vorallem bei dir Sharif :)

Meiner Meinung nach ist eine Digitalkamera für mich persönlich praktischer als eine analoge Kamera.
Der Preisaufwand bei einer analogen Kamera ist für mich einfach zu hoch, den ich mir zur Zeit einfach noch nicht leisten kann.

Warum sind diese Kriterien so wichtig und was bedeuten sie im einzelnen?:
"Sowie eine die Dich ISO Empfindlichkeit, Weißabgleich, Verwendung von Blitz/Aufhellblitz, Fokus usw. manuell einstellen läßt"

Woher bekomme ich Informationen über solche Begriffe und was sie bedeuten?
Gibt es da ein "bestimmtes Was ist Was Lexikon", wo ich die einzelnen Begriffe nachschlagen kann, oder muss ich da eher einen Fotokurs belegen?
Ist es ratsam einen Fotokurs zu belegen?

Öfters lese ich im Forum die Begriffe "DIN" und "ASA". Was bedeuten diese Abkürzungen?

Ich hoffe ich belästige euch nicht mit meinen dummen Fragen, aber ich möchte mehr über den Bereich der Fotografie lernen.

Viele Grüße aus dem sonnigen Köln.
 

8

Montag, 19. Juli 2004, 19:23

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Zitat

Original von Sharif
Hi Minlove,
Ich denke um Fotografieren zu lernen gibt es grundsätzlich 2 Wege:

1) Eine analog Spiegelreflex, mit Belichtungsmesser und Zeit- und/oder Blendenautomatik ansonst voll manuell mit einem 50mm Normalobjektiv. (Kostenpunkt f. gebrauchte Pentax K1000+50 f/1.8 ...


Hi!

Die Pentax K 1000 ist eine super Kamera (war meine erste 1977). Nur: Automatik hat sie absolut keine, es gibt einen eingebauten Belichtungsmesser, mir einem Zeiger im Suher, der für "richtige" Belichtung wischen + und - stehen muss.

Vorteil: Alles (bis auf den Belichtungsmesser) funktioniert auch ohne Batterien.
marko

Besser vom Leben gezeichnet, als von mir fotografiert .....

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »marko« (19. Juli 2004, 19:24)

 

9

Montag, 19. Juli 2004, 22:39

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Hallo,
danke für die Korrektur Marko. Du hast natürlich recht.

minlove,
danke für den Dank ;) mach ich gerne. (auch an Peter für das Lob :) )
Die Begriffe....kannst du im Internet vielleicht nachschauen. Weiß nicht recht wo es eine gute deutschsprachige Seite gibt. Schau Dir mal den Link-Thread durch. vielleicht ist auch auf *** Links sind nur für registrierte und eingeloggte User sichtbar. *** viel erklärt oder such einfach in Google.

Ein ganz gutes Einstiegsbuch ist meiner Ansicht nach der National Geographic Guide für Digitalfotografie. Ist nicht teuer und gibt's bei uns im Buchhandel (Amadeus) oder auf Amazon. Die Entscheidung mit einer Digitalkamera anzufangen ist meiner Meinung nach nicht schlechter als die andere. Du wirst die Möglichkeit haben rasch zu lernen.

Die Kriterien sind wichtig, weil du selbst Kontrolle über alle Einstellungen zu haben, die Einfluß auf die Abbildung (-squalität) haben.

Ganz wichtig sind Belichtungszeit und Blende. Die Belichtungszeit entscheidet darüber ob bewegte Objekte verwischt dargestellt werden. Es ist die Zeit, die der Verschluß der Kamera geöffnet ist und Licht auf den Film/Sensor fallen kann. Die Blende regelt den Durchmesser der Öffnung durch die das Licht auf den Film/Sensor gelangt. Je größer die Öffnung, desto mehr Licht (desto kürzer kann die Belichtungszeit sein) aber auch desto geringer der Entfernungsbereich, der scharf dargestellt ist um das Objekt, auf das Du fokussierst (scharf stellst).

Din, ISO und ASA sind alles Normungssysteme. Im Zusammenhang mit Fotografie erden diese Abkürzungen bei der Beschreibung der Lichtempfindlichkeit des Filmmaterials bzw. des Sensors verwendet. Ein Film mit ISO 200 ist doppelt so lichtempfindlich wie einer mit ISO 100 "Rating". Das heißt du brauchst nur die halbe Menge Licht oder die halbe Belichtungszeit (oder eine kleinere Blende). Dafür hat er sonst schlechtere Abbildungsqualität (Rauschen/Körnung, Farbwiedergabe, Bildschärfe, ...)

Weißabgleich ist schon was recht kompliziertes, womit Du Dich wahrscheinlich erst etwas später auseinander setzen wirst, wenn Du farb-Digitalfotografie machst. Das Licht hat unterschiedliche Farbtemperaturen (Du hast sicher schon Fotos gesehen die ohne Blitz in Innenräumen aufgenommen wurden, die von Glühbirnen beleuchtet waren und einen starken Gelbstich haben - Obwohl dir der Raum nicht so gelb vorgekommen ist. - Hier war der Weißabgleich nicht richtig gewählt. Weißabgleich ist eine Maßnahme, die Flächen, die eigentlich weiß sind (vor dem Auge weiß erscheinen) auch auf dem Bild weiß sein läßt. Bei Analogfotografie macht man das mit der Wahl des Filmmaterials (viele Leute machen es gar nicht). Oder indem man Beleuchtung mit Tageslicht-Farbtemperatur verwendet (z.B. Blitz). Bei der digitalkamera kann man den Weißabgleich elektronisch machen.

So, mehr fällt mir jetzt auch nicht ein...

LG
Sharif
 

10

Dienstag, 20. Juli 2004, 10:31

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Hallo alle miteinander!

Ich wollte Euch nur sagen, daß ich diesen thread ganz toll finde. :]

Meinen Dank auch an minlove, weil endlich ein "Anfänger" Fragen stellt, deren Beantwortung sicher auch für viele unter uns interessant sind!

@ sharif: . . . wann hast Du gesagt kommt Dein Buch heraus? :D

GLG an Euch alle
Margit
*Wer nicht verlernt hat zu staunen, dem begegnen auf Schritt und Tritt Wunder!*
 

Stoffi

Moderator

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Kommentare: 1371

11

Dienstag, 20. Juli 2004, 11:04

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Lexikon

Hallo Leute!

Warum in die Ferne schreiten, das gute liegt so nah, oder?

Es gibt auch in diesem Forum ein "Lexikon", es braucht halt vielleicht ein bissi ein update... SHARIF du wirst gerufen... :D vielleicht können wir das Lexikon wirklich einmal bissi aufpolieren....

lg Stoffi
Ein Leben ohne Hund ist ein Irrtum(Carl Zuckmayer)
http://dasbesonderefoto.tix.at
 

minlove

unregistriert

12

Dienstag, 20. Juli 2004, 12:15

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RE: Lexikon

@Sharif

Ist es dieses Buch was du meinst?:
*** Links sind nur für registrierte und eingeloggte User sichtbar. ***

Auch hast du mir mal die "Canon Power Shot A80" zum Einstieg empfohlen. Ich habe mal bei guenstiger.de nachgeschaut und herausgefunden, dass es diese Kamera für ca. 290€ zu kaufen gibt. Diese Kamera hat allerdings "nur" 4 Megapixel. Ist das gut?

Meine jetzge Kamera hat 3.1 Megapixel und ich bin mit der Auflösung nicht so zufrieden.

@Stoffi

Das mit dem Lexikon ist eine sehr gute Idee ;)

Viele Grüße aus dem regnerischen Köln.
 

13

Dienstag, 20. Juli 2004, 12:39

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@ minlove
Gute Infos mit Fotokurs findest Du auch auf der folgenden Seite: *** Links sind nur für registrierte und eingeloggte User sichtbar. ***

LG Margit
*Wer nicht verlernt hat zu staunen, dem begegnen auf Schritt und Tritt Wunder!*
 

14

Dienstag, 20. Juli 2004, 15:45

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RE: Lexikon

Hi allerseits.

Ja, das Lexikon ist durchaus einen Blick wert. Ich werde mir das mal bei Gelegenheit näher anschauen. An wen darf man denn Verbesserungsvorschläge senden? (Schaut ziemlich technisch aus, auf den ersten Blick.)

@minlove:
ja, genau das ist das Buch. Schau es Dir mal an. Es gibt auch einen allgemeinen Fotoguide. Den habe ich und finde ihn echt gut gemacht. Beide zu kaufen zahlt sich wahrscheinlich nicht recht aus, weil dann einiges doppelt abgedeckt ist.

Was die Megapixel betrifft..... ich weiß nicht so recht. Die physische Auflösung ist nur eine der Determinanten der endgültigen Bildqualität. - Es ist wir mit den GHz Taktfrequenz bei den PC-Systemen.... eben nicht die ganze Story.

Beispielsweise macht es einen großen Unterschied, ob die 4 Megapixel auf einem 1/2.7 Zoll Sensor untergebracht sind (so ziemlich das kleinste Sensormaß in Kompaktkameras - sehr weit verbreitet, weil billig) oder auf einem größeren (besseren) 1/1.8 Zoll Sensor wie bei der A80. Wenn dann mehr Megapixel auf der gleichen Sensorfläche untergebracht sind, dann steigt zwar die Auflösung, aber durch die kleineren "Photosites" also jene Elemente, die einen Bildpunkt aufzeichnen erkauft man sich das durch höheres Bildrauschen und niedrigere dynamische Breite (ganz primitiv ausgedrückt die Fähigkeit Helligkeitsunterschiede zwischen Weiß und Schwarz "aufzulösen" also unterscheidbar in Schattierungen abzubilden - in allen Farben.) Auch farbfehler treten häufiger bei höher auflösenden Kameras auf (violette oder blaue Ränder um Zonen starken Kontrasts, also an Hell-Dunkel-Grenzen).

Gute 5 Megapixel Digicams sind meiner Ansicht nach die Canon G5, Nikon 5400, Olympus C-5060, Minolta A-1 oder Sony 717. Jede mit ihren spezifischen Vor- und Nachteilen und alle etwas teurer als die A80.

All diese Probleme umschifft man nur mit wirklich größeren Sensoren, wie sie in digitalen Spiegelreflexkameras zum Einsatz kommen.

Wenn Du trotzdem das Gefühl hast, Du willst mehr Auflösung, kannst Du Dir auch die 8-Megapixel Kameras anschauen, die es so am Markt gibt. Die verwenden einen 2/3 Zoll Sensor (wie auch die Minolta A-1 und die Sony 717.) Die sind natürlich schon recht teuer. In diesem Segment solltest Du ein Auge auf die Sony 828, die Minolta A-2, Canon Pro1 und Olympus C-8080 werfen, finde ich. Die Nikon 8700 gefällt mir weniger (ist aber Geschmackssache).

Wenn Du aber bereit bist Kosten in dieser Höhe einzugehen, dann würde ich mir schon überlegen, eine digitale SLR wie die Nikon D70 oder die EOS300D anzuschaffen, denn die derzeitigen 8-Megapixel "Prosumer-Kameras" (Ein schwachsinniger Ausdruck) haben alle grundsätzlich mit den selben Schwächen zu kämpfen, wie die billigeren Digicams. (Langsamkeit der Bedienung, langsamer Autofokus, Elektronischer Sucher, unbefriedigende RAW-Bildverarbeitung, kaum Buffer, ...)

Ich würde dir in deiner Situation nach wie vor - wenn es die Digitalroute sein soll - eine 4 oder 5 Megapixel cam empfehlen. Zu einem vernünftigen Preis. Und wenn Du geschnuppert hast an dem Hobby Fotografie und bereits selbst weist, was Deine Kamera können soll, dann greif' tiefer in die Tasche und kaufe dir eine Spiegelreflex (die dann auch wieder billiger sein wird, als sie das heute noch ist.)

LG
Sharif
 

minlove

unregistriert

15

Dienstag, 20. Juli 2004, 16:18

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Vielen Dank Sharif für deine ausführliche Hilfe.

Vor sehr langer Zeit habe ich mal von meinem Opa eine Spiegelreflexkamera mit den Namen "PORST reflex CX4" geschenkt bekommen. Dabei ist ein "Porst Tele" (1:2,8/135 mm) und ein kleineres Objektiv mit den Namen "Pentaflex-Color" (2,8/50).

Handelt es sich dabei um eine gute Kamera bzw. um gute Objektive? Kann man mit der Kamera "professionelle" Fotos schießen?

Wenn ja, was für einen Film holt man sich am besten dazu? Ich habe mir heute einen 36er Film von Kodak geholt (VR Kodacolor 200 Plus). Es gab auch eine 400er Plus. Was genau sagt die 200 oder 400 aus?

Ich glaube das beschreibtEmpfindlichkeit eines Films, oder? Aber bei welchen Fotos die man machen möchte benutzt man z.B. einen 200er oder 400er Film?
 

Stoffi

Moderator

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16

Dienstag, 20. Juli 2004, 16:29

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Hallo Minlove!

die Kamera selber kenn ich leider nicht, allerdings zu den Objektiven kann ich was sagen...

das 135/2,8 ist ein mittleres Tele, das oft auch für Portraits verwendet wird (obwohl nicht gaaanz optimal dafür) die zweite Zahl 2.8 ist die Blende und je kleiner der Wert ist, desto lichtempfindlicher ist sie (das heißt auch bei schwachem licht gut)

das zeite Objektiv das 50er ist so das "normal" objektiv, also kein weitwinkel und auch kein tele, ein sehr gutes "immerdrauf" objektiv.

Ob man damit gute Fotos machen kann? Ich sag immer, das Foto hängt weniger von der Kamera als vom fotografen ab, viele der weltbesten fotografen (zb Inge Morath, Ray Man) haben eine sucherkamera gehabt, und die fotos sind weltklasse.

Die Filme die du dir ausgesucht hast sind würde ich sagen keine besonders guten aber ich schätz mal zum lernen ist das egal. Prinzipiell mußt du dich entscheiden ob du dias oder papier fotografieren willst. Fotos kannst dir jederzeit anschaun und herumreichen, dias sind von der Farbe her brillanter, verzeihen aber auch nicht so viele Fehler beim belichten, und ein netter diaabend ist auch toll zum präsentieren der Fotos, aber man braucht halt auch wieder den Platz zum lagern und so, und leinwand und projektor.....

Die zahl 200 bzw 300, genau das ist die Empfindlichkeit, prinzipiell ist es so, das geringer diese Zahl (ASA) desto unempfindlicher ist der Film, allerdings ist ein nieder empfindlicher Film auch schärfer. Man muß halt schaun, für was man den Film braucht. Fotografier ich eine landschaft, die bewegt sich nicht, kann ich leicht einen 50 ASA Film nehmen, dann stell ich die Kamera halt auf ein Stativ, wenn du allerdings ein F1 Auto fotografieren willst, brauchst du einen hochempfindlichen film, das du auch noch mit einem 1000stel oder noch kürzerer belichtungszeit etwas rauskommt, der beste mittelwert ist wahrscheinlich ein 100 oder 200 ASA film, ich persönlich fotographier immer 100 ASA diafilm und scanne dann ein. Wird der Film zu empfindlich wird er "körnig" das heißt man sieht dann "Punkte" am Bild.

so, ich hoffe, ich hab dich nicht noch mehr verwirrt


lg Stoffi
Ein Leben ohne Hund ist ein Irrtum(Carl Zuckmayer)
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17

Dienstag, 20. Juli 2004, 16:34

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Hallo minlove,
gerne, gerne..
also Porst höre ich heute zum ersten mal. Klingt recht exotisch finde ich. Habe auf ebay geschaut, wie die dinger ausschauen.... eigentlich recht vernünftig. Würde die Qualitätserwartungen aber nicht zu sehr hochschrauben. Dürfte ein japanischer Nachbau einer rennomierteren Marke sein.

Hast Du auch eine Anleitung? - Das wäre wahrscheinlich hilfreich.

Einfach ausprobieren, denke ich. Du solltest vorher vielleicht nochmal nachlesen, wie das mit Blende und Belichtungszeit ist und wie man auf Deiner Kamera die Belichtung richtig einstellen kann.

Was den Film betrifft kannst Du für den Anfang nicht viel falsch machen. Schlechtes Wetter: ISO 400, sonniges Wetter ISO 100. ISO 200 ist halt der Mittelweg. Je höher die ISO-Zahl, desto lichtempfindlicher. Ein Bild, das Du mit Blende 4 bei 1/250s mit dem ISO 400 Film aufnehmen kannst, geht beim ISO 200 Film mit Blende 4 bei 1/125s und beim ISO 100'er bei Blende 4 (nur ein Beispiel) bei 1/60s.

Noch ein Tip: an einem sonnigen Tag am späteren Nachmittag mit einem ISO 100'er Film sind schon mal gute Voraussetzungen für ansprechende Bilder.

LG
Sharif
 

minlove

unregistriert

18

Dienstag, 20. Juli 2004, 16:50

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@Stoffi

Vielen Dank Stoffi, deine Erklärungen habe ich ganz gut verstanden.

Also ich kenn nur den Surrealist und zugleich Fotograf Man Ray und nicht Ray Man ;) Ist es dieser Künstler den du meinst? Das weiß ich, da ich meine Facharbeit über das Thema Surrealismus geschrieben habe (siehe: *** Links sind nur für registrierte und eingeloggte User sichtbar. ***).

Ich möchte lieber auf Papier das Foto drucken lassen als das ich das Foto im Diaformat habe.

Zitat: "Die Filme die du dir ausgesucht hast sind würde ich sagen keine besonders guten aber ich schätz mal zum lernen ist das egal. "
--> Was sind deiner Meinung nach sehr gute Filme? Von welcher Marke? Agfa? Wie liegen die Filme preislich gesehen? Wo sollte man seine Filme am besten entwickeln lassen?

@Sharif

Eine Anleitung war leider nicht dabei.

Zitat: "Ein Bild, das Du mit Blende 4 bei 1/250s mit dem ISO 400 Film aufnehmen kannst, geht beim ISO 200 Film mit Blende 4 bei 1/125s und beim ISO 100'er bei Blende 4 (nur ein Beispiel) bei 1/60s."
--> Ich verstehe überhaupt nichts, sorry. Was ist z.B. eine Blende? Was heisst z.B. "1/125" oder "1/60"? Wofür stehen die einzelnen Zahlen?
 

Stoffi

Moderator

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Kommentare: 1371

19

Dienstag, 20. Juli 2004, 16:58

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Man Ray oder Ray Man ist doch egal, oder :-) natürlich Man Ray

Naja, ob Agfa, Kodak oder Fuji, also die Filmmarke ist das ist glaubenssache, genuaso ob canon oder nikon kamera.

Es gibt leute die meinen das kodak einen rot, und fuji Film grün stich hat, ich glaubt, das liegt eher an der Verpackung.

Mit Papierfilmen kenn ich mich leider nicht so aus, aber der VR Film gibts bei uns in jedem supermarkt, also kann er kein prof. Film sein :)

Preisvergleich kann ich dir eben auch keinen sagen, geh am besten in einen fotoladen und lass dir verschiedene Filme erklären.

Das was der sharif geschrieben hat 1/60, 1/25 das ist die Belichtungszeit, also ein sechzigstel Teil einer sekunde oder ein hundertfünfundzwanstigstel einer Sekunde, ein Augenaufschlag dauert zB 1/8 Sekunde. Das ist die Zeit in der Licht auf den Film trifft. Je dünkler, desto mehr licht mußt du auf den Film lassen, damit etwas dabei rauskommt, hat natürlich auch nachteile. eine landschaft bewegt sich nicht, da kannst auch mit einer halben sekunde belichten, wenn du einen Menschen fotografieren willst, der geht, brauchst du wahrscheinlich mindestens 1/235 sekunde damit der scharf drauf ist.
ein F1 Auto, oder einen Vogel, da brauchst schon 1/1000 stel einer sekunde damit du den scharf siehst.

Bezüglich Blende:

Nimm einmal das objektiv (ohne Kamera) in die hand, und schau durch, da sieht du durch ein 6eckiges loch, drehst du jetzt an der Blende herum (ist ein Ring am objektiv) dann wird das Loch größer oder kleiner und genau das ist die Blende. ist die Blende weit geöffnet (= kleine Zahl) kommt sehr viel licht rein, dafür ist die Tiefenschärfe (erklär ich später) sehr klein, gehst du auf eine hohe zahl (22, 32) dann ist das Loch ganz klein, du brauchst eine längere Zeit, dafür ist die Tiefenschärfe größer..

Die Tiefenschärfe bewrikt, wieviel von dem Bild scharf ist,

*** Links sind nur für registrierte und eingeloggte User sichtbar. ***

wenn du dir das Bild anschaust, ist die Ehre scharf, der hintergrund aber unscharf, das heißt hier wurde mit einer kleinen Blende (kleine Zahl und große Öffnung) gearbeitet

*** Links sind nur für registrierte und eingeloggte User sichtbar. ***

hier beim 2ten foto ist die ganze uhr scharf, also mit einer großen Tiefenschärfe (große Zahl, kleine Öffnung gearbeitet)

Ob und wie du die Tiefenschärfe einsetzt hängt von der Bild komposition ab.

Kannst du diese Spiegelreflexkamera mal fotografieren und hier posten, vielleicht kann ich dir ein paar funktionen zeigen/erklären

lg sToffi
Ein Leben ohne Hund ist ein Irrtum(Carl Zuckmayer)
http://dasbesonderefoto.tix.at
 

20

Dienstag, 20. Juli 2004, 17:02

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hmmmm also das mit Blende und Belichtungszeit habe ich ja oben schon versucht zu erklären.

Blende wird die Öffnung genannt, die in deinem Objektiv aufgemacht wird um Licht auf den Film/Sensor durchzulassen. Je größer die Blendenöffnung, desto mehr licht (Blende weit geöffnet). Je kleiner die Öffnung (Blende geschlossen) desto weniger licht. Die größe der Blendenöffnung wird durch eine Zahl ausgedrückt, wobei (um die Verwirrung zu steigern) eine kleine Zahl einer weiter geöffneten Blende entspricht als eine große Blendenzahl.

z.B. ist weit geöffnet eine Blende von 1,4 oder 1,8 (da ist die Blendenöffnung praktisch so groß wie das Frontelement von einem 50mm Objektiv (die 50mm vergiß jetzt gleich wieder, das ist die Brennweite eines Normalobjektivs, des simplesten, das es für eine Kamera wie die deine gibt) - eine so große Blende brauchst Du wenn Du ein nur schwach beleuchtetes Motiv hast oder in einem Innenraum ohne Blitz fotografierst), Blende 4 oder 5,6 sind so mittel. Blende 8 ist schon recht weit geschlossen und bei Blende 11 oder 16 ist sie schon nur noch so groß wie ein Nadelkopf oder kleiner. Für diese kleinen Blenden (große Blendenzahlen) brauchst Du schon direktes, starkes Sonnenlicht - oder einen sehr lichtempfindlichen Film, oder eine sehr lange Belichtungszeit. Diese drei Parameter hängen direkt zusammen und stehen in interaktion.

1/125s bedeutet der Verschluß der Kamera, das Fenster das sich vor dem Film/Sensor öffnet um zu belichten ist für eine hundertfünfundzwanzigstel Sekunde geöffnet.

Je mehr ich hier aber schreibe, desto mehr wird mir klar, was Du brauchst: Ein Buch, das die Basics beschreibt. Schau mal in die Buchhandlung. Die Bücher von National Geographic finde ich jedenfalls gut gemacht, Du brauchst aber vielleicht etwas, das noch mehr auf die Basics eingeht. Schau Dir die Bücher einfach mal durch und lies das Zeugs dann auch ;)

LG
Sharif

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sharif« (20. Juli 2004, 17:04)

 

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